Grün senkt Risiko

Grüne Gebäude sind nicht nur für die Umwelt gut / Foto: © Romolo Tavani -stock.adobe.com

Eine Studie von LaSalle Investment Management zeigt, dass auf der Grundlage der Performanceaussichten grüner Gebäude davon auszugehen ist, dass deren erforderliche Anfangsrendite niedriger ausfallen sollte als bei konventionellen Immobilien. Jedoch ist dabei auch das Risiko geringer.

Zwar variiert die Differenz jeweils nach Markt, Immobilienart und Immobilieneigenschaften. Dennoch sollten folgende wirtschaftlichen Auswirkungen grüner Gebäude prinzipiell berücksichtigt werden:

  • Grüne Gebäude erhalten einfacher und günstiger Finanzierungen
  • Grüne Gebäude gelten als etwas liquider als normale Immobilien
  • Grüne Gebäude haben ein niedrigeres Leerstandsrisiko
  • Geringeres Risiko größeren Investitionsaufwands, um nachhaltigen Gebäudestandards zu entsprechen oder das Gebäude neu zu positionieren.

Außerdem legen LaSalles Untersuchungen nahe, dass grüne Gebäude eher Mieter mit hoher Bonität anziehen.

Die Untersuchung zeigt, dass grüne Gebäude im Vergleich zu nicht-grünen Gebäude von erheblich niedrigeren Risikoprämien profitieren, bzw. im Umkehrschluss nicht-grüne Gebäude tendenziell zunehmend unter „Schmutz-Abschlägen“ leiden. Die hohe Renditedifferenz entsteht eigentlich aus einer Kumulierung kleiner Risikoprämien, die durch eine Reihe von Wettbewerbsvorteilen entstehen, die sowohl durch Marktrisiken als auch durch objektspezifische Eigenschaften entstehen.

„Unsere Analyse zeigt, dass das grüne Gebäude einen höheren Preis aufgrund seines niedrigeren Risikos erzielen sollte und dass Investoren erwägen könnten, eine um 65 Basispunkte niedrigere Anfangsrendite zu akzeptieren“, so Claus Thomas, Deutschlandchef LaSalle Investment Management. (ahu)

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