Gothaer sichert nur Umsatzstarke

Gothaer schützt nur IT-Großrisiken
Gothaer will nur umsatzstarke Kunden vor Hacker schützen © YakobchukOlena - Fotolia.com

Die Gothaer Versicherungen wollen nur für Bestandsversicherte mit mindestens fünf Millionen Euro Jahresumsatz eine Cyber-Deckung anbieten. Kunden unter diesem Umsatz haben da keine Chance.

Ab Januar 2017 erweitern die Gothaer Versicherungen ihre Konzepte für Firmendeckungen um eine Cyber-Versicherung für Unternehmen mit mindestens fünf Millionen Euro Jahresumsatz. Kunden unter dieser Schwelle sollten sich nach einem anderen Versicherer umsehen.

Police gegen Trojaner, Datenverlust oder Hacker-Angriffe

Cyber-Angriffe nehmen zu – ebenso wie die damit verbundenen Kosten und Schadenshöhe. Alleine in Deutschland sind Unternehmen dadurch in den letzten Jahren Schäden in Höhe von insgesamt 65 Milliarden Euro entstanden. Eine Cyber-Lösung schließt Lücken in Betriebsversicherungen. Da die bisherigen Deckungen zumeist noch aus der „analogen“ Zeit stammen und oft nicht betriebsgerecht angepasst wurden, greift ihr Schutz bei den heutigen IT-Risiken in der Regel zu kurz.

Cyber-Policen hingegen versichern explizit das Risiko, das sich aus der Verletzung der IT-Sicherheit ergibt. So decken sie zum Beispiel Schäden ab, die durch Viren und Trojaner, Datenverlust und Diebstahl von Daten oder Angriffe durch Hacker (beispielsweise „Denial-of-Service-Attacken“) entstehen.

IT-Krisenmanagement von A bis Z

Die Gothaer Cyber-Versicherung sichert mit ihren beiden obligatorischen Bausteinen „Haftpflicht“ und „Eigenschaden“ die Grundrisiken ab. Zusätzlich kann der Kunde die optionalen Bausteine „Betriebsunterbrechung“, „Vertragsstrafe“ und „Erweiterte Eigenschäden“ hinzunehmen.

Der Baustein „Vertragsstrafe“ deckt Ansprüche bei Verletzung von „Sicherheitsstandards“ der Kreditkartenfirmen ab. Das Modul „Erweiterte Eigenschäden“ greift bei Schäden von innen, die durch Mitarbeiter entstehen.

„Zusammen mit verschiedenen Dienstleister übernimmt die  Gothaer das komplette Krisenmanagement – und das 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, auch an Feiertagen. Nach einer ersten Schadeneinschätzung mithilfe professioneller IT-Forensik geht es direkt in das Krisenmanagement. Ob Datenwiederherstellung, juristische Beratung oder Krisen-PR bei drohendem Reputationsverlust, der Kunde kann sich auf schnelle und kompetente Hilfe verlassen“, sagt Frank Huy, Leiter Financial Lines.

Aktuell richtet sich das Angebot nur an Versicherte im eigenen Bestand mit einem jährlichen Umsatz von mindestens 5 Millionen Euro. Kunden unter diesem anspruchsvollen Jahresumsatz sollten sich an einen Versicherungsmakler wenden. (db)