Gold auch weiterhin Krisenschutz

Manuel Peiffer, Relationshipmanager GVS Financial Solutions / Foto: © GVS

Das Jahr 2018 startete sehr gut für Gold. Aufgrund der politischen Unsicherheit, dem drohenden Handelskrieg und der anziehenden Inflation kletterte das Edelmetall von 1275 Anfang Januar bis 1365 im März. Die Goldjünger hofften, dass die wichtige Marke von 1400 US-Dollar endlich wieder geknackt werden könnte. Seit Mitte April gab der Goldpreis aber deutlich nach und notiert aktuell bei 1220 US-Dollar. Sofort nutzen die Banken und die Mainstreammedien den Kursrückgang, um das Ende des Goldes als sicheren Hafen zu verkünden. Ist der Abgesang berechtigt oder sollte Gold nach wie vor ein wichtiger Baustein in jeder Vermögensaufstellung sein?

Um es vorwegzunehmen: Gold hat als Krisenschutz längst nicht ausgedient.

Dennoch ist es verwunderlich, dass der Preis des gelben Metalls gerade jetzt fällt. Der Handelskrieg zwischen den USA und dem Rest der Welt verschärft sich von Woche zu Woche, die politische Situation in Europa, insbesondere in Italien, ist alles andere als stabil, die weltweite Verschuldung wächst wie ein Krebsgeschwür weiter und die Inflation steigt.

Vor allem die Inflation, also die Geldentwertung ist für die Entwicklung des Goldpreises maßgebend. Die Geschichte zeigt nämlich, dass ein negativer Realzins, also Nominalzins minus Inflationsrate, ein optimales Umfeld für den Goldpreis darstellen. Solange Anleger nämlich mit festverzinslichen Papieren positive Renditen erzielen können, wirkt Gold als Anlage eher uninteressant. Dreht sich das Blatt, wird Gold als Wertaufbewahrungsobjekt immer wichtiger.

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