GKV oder PKV? – Die beste Gesundheitsversorgung

Die Zusatzbeiträge in der GKV ab 2016 belasten Arbeitnehmer. Da wird es Zeit über den Mehrwert von Leistungen nachzudenken. Die PKV nimmt Gesunde auf, da gilt es früher an später zu denken.

2015-12-28 (fw/db) Ab dem neuen Jahr 2016 steigen die Zusatzbeiträge für Arbeitnehmer in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wieder deutlich. Das trifft Arbeitnehmer, da die Arbeitgeber für diese Erhöhungen keinen Zuschuss in Form der Arbeitgeberbeiträge leisten müssen. Für aktive Vermittlungsunternehmer und Versicherungsmakler eröffnet sich die Chance einen Wechsel von der GKV in die Private Krankenversicherung (PKV) mit den Betroffenen zu prüfen.

Als Wachstumsmotor für sein Unternehmen sieht Dr. Ralf Kantak, Vorstandsvorsitzender der Süddeutschen Krankenversicherung auf Gegenseitigkeit (SDK) neben der privaten Krankheitskosten-Vollversicherung auch in Zusatzversicherungen sowie die betriebliche Krankenversicherung (bKV).

„Erfreulich ist, dass Firmeninhaber am Thema Gesundheit für ihre Mitarbeiter nicht mehr vorbei kommen. Die bKV sei eine attraktive Sozialleistung, die zur Mitarbeitermotivation und -bindung beitrage und gleichzeitig mit einem nur geringen Verwaltungsaufwand verbunden sei. Deutschlands Arbeitnehmer würden außerdem erwarten, dass ihr Arbeitgeber künftig verstärkt gesundheitsfördernde Maßnahmen anbiete“, sagt Kantak.

Über die gesundwerker eG, ein genossenschaftliches Tochterunternehmen der SDK-Gruppe, werde kleinen und mittelständischen Firmen ein unkomplizierter Einstieg ermöglicht.

Duales Gesundheitssystem hat sich bewährt

Das duale Gesundheitssystem in Deutschland, bestehend aus der GKV und einer leistungsstarken PKV hat sich bewährt. Deutschland weise eines der besten Gesundheitssysteme in der Welt auf.

„Wir haben es branchenweit geschafft, die Beiträge zu stabilisieren, einen allgemeinen Basistarif sowie geschlechtsunabhängige Tarife einzuführen, mit adäquaten Angeboten das Pflegekostenrisiko zu lösen und Lücken im Versicherungsschutz zu schließen. Das hat dem positiven Image der PKV deutlich gut getan“, so Kantak.

Die Herausforderungen der kommenden Jahre seien für private Krankenversicherer nicht geringer geworden. Die nach wie vor bestehende Finanz- und Schuldenkrise sorge nach Auffassung des Vorstandschefs des Versicherers aus Baden-Württemberg für große Unsicherheit und Belastungen an den Kapitalmärkten. Eine weiterhin stark auf Diversifikation ausgerichtete Anlage helfe aber, Risiken abzumildern.

Diesen Unwägbarkeiten in den Kapitalmärkten stünde eine ausreichende Eigenmittelausstattung der Versicherer gegenüber. Mit einer Solvabilität in Höhe einer Quote von 353 Prozent würden die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die SDK als Versicherer deutlich übererfüllt.

„Solvency II bestätigt unsere sehr gute Kapitalausstattung und damit die Sicherheit der SDK“, sagt Vorstandschef Kantak. Die Vorsorgequote der SDK betrage aktuell 48,5 Prozent und sei damit deutlich besser als der Marktdurchschnitt.

Klare strategische Ausrichtung in die Zukunft

Nur Versicherungen zu verkaufen und im Krankheitsfall Leistungen abzurechnen sei früher die Kernaufgabe der Privatkassen gewesen. Die moderne Dienstleistung einer PKV sei den Mitgliedern und Kunden qualitativ hochwertige Angebote zu machen und ihre Versorgung im Krankheitsfall individuell nach ihren Wünschen zu gestalten. Dazu zählten zeitgemäße und dauerhaft bezahlbare Lösungen.

„Gesundheit ist ein dynamischer Wachstumsmarkt, der immer in Bewegung ist. Auch die Ansprüche der Menschen an ihre Gesundheitsversorgung und die Anforderungen des Umfelds an die Menschen ändern sich stetig. Wir werden die SDK weiterentwickeln – vom Personenversicherer mit Schwerpunkt private Krankenversicherung zum Gesundheitsspezialisten. Außer Versicherungsschutz bieten wir eine breite Palette an Services rund um das Thema Gesundheit. an. Wir wollen Ratgeber und Dienstleister in Gesundheitsfragen sein. Damit sichern wir Lebensqualität und investieren in passgenaue Produktlösungen und Dienstleistungen, die dem Kunden Mehrwert bringen und ihn bei der Lösung von Gesundheitsfragen umfassend unterstützen“, sagt Kantak zur neuen Strategie des privaten Versicherer auf Gegenseitigkeit aus Fellbach bei Stuttgart.

finanzwelt-Fazit: Nicht nur die mögliche Beitragsersparnis ist ein Grund von der GKV in die PKV zu wechseln, im Vordergrund stehen vor allem die deutlichen Mehrwerte in den unterschiedlichen Leistungen. Versicherungsmakler zeigen die Unterschiede in den Leistungen auf. Beim Thema Gesundheit ist eine mögliche Beitragsersparnis im Hintergrund. Im Vordergrund steht die bessere gesundheitliche Versorgung, die in der Diagnostik, Behandlung und Therapie über Leben und Tod entscheiden kann. Leider können nur Gesunde in die private Krankenversicherung wechseln, da gilt es vor allem früher an später zu denken.

Dietmar Braun