Gewinnerwartungen werden geringer ausfallen

Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck Privatbankiers / Foto: © Merck Finck

Ökonomen haben eine harte Woche hinter sich: Nachdem Donald Trump die Prüfung von weiteren Zöllen auf US-Importe aus China im Wert von 200 Mrd. US-$ in Auftrag gegeben hatte, haben sie rund um die Welt begonnen, auf Basis adjustierter Szenarien ihre Wirtschaftswachstumsprognosen neu zu berechnen. Die resultierenden Abschläge vor allem für China, aber auch oft für andere Regionen, führen teils auch zu leichten Abwärtsrevisionen für das erwartete globale Wirtschaftswachstum. „Diese sinkenden Wirtschaftswachstumsprognosen werden die Konsens-Gewinnerwartungen mancherorts drücken”, sagt Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck Privatbankiers – und fügt hinzu: „Am wenigsten davon dürften vorerst US-Unternehmen betroffen sein.”

Bis Montag steht nicht zuletzt mit dem dann terminierten Treffen Donald Trumps mit Vladimir Putin als „Finale” seines Europa-Trips primär die Politik im Fokus. Im weiteren Wochenverlauf sollte dann die langsam auf Hochtouren kommende US-Quartalszahlen-Saison, sowie auch die startende europäische die Märkte beschäftigen.

Von Konjunkturdatenseite ist die Agenda eher dünn: Am Montag und Dienstag stehen in den USA Einzelhandelsumsätze und die Industrieproduktion im Juni an, in der Eurozone am Montag die Mai-Handelsbilanz und am Mittwoch die finalen Juni-Inflationszahlen. Dazu noch am Freitag Deutschlands Produzentenpreise. Etwas wichtigere Daten kommen Mitte der Woche in Großbritannien (Arbeitsmarkt, Inflation, Einzelhandelsumsätze) – aber dort dürfte nach den jüngsten Brexit-Turbulenzen die Politik weiter im Zentrum bleiben. Und in Asien ist am Montag Chinas Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal inklusive der Juni-Zahlen für Einzelhandel und Industrie das Makro-Highlight der Woche.

Marktkommentar von Robert Greil,
Chefstratege Merck Finck Privatbankiers