Geschlossene Fonds: Anleihen als (zusätzliches) Finanzierungsvehikel

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Veränderte Zeiten bedingen anderes Denken. Die Anbieter geschlossener Fonds setzen neben der Kommanditgesellschaft als alleiniges Finanzierungsinstrument seit kurzem auf Anleihen. In diesem Zusammenhang hat die Tochter der britisch-deutschen Doric Gruppe eine Anleihe, den Doric Aviation Bond I, begeben.

(fw/ah) Modus: Zeichner der Anleihe gewähren Doric auf diese Art Kredit zur Finanzierung weiterer Flugzeuge. Dieses Konzept hat bereits erste Nachahmer gefunden – die Hamburger Unternehmensgruppe Buss Capital stellt demnächst ihr Anleihen-Konzept vor. Dabei sollen die Containerfonds 12 und 13, an denen sich die Anleger wie gewohnt als Kommanditisten beteiligen, eine Anleihe der Buss Global Marine Assets Ltd. zeichnen. Diese Gesellschaft investiert das eingeworbene Kapital schließlich in die neue Containergesellschaft Buss Global Asset 1, die mit weiterem Fremdkapital ein Containerportfolio generiert.

Buss Capital zeichnet dabei selbst fünf Prozent des Anleihekapitals und übernimmt folglich eine Bürgschaft gegenüber der Fondsgesellschaft. Dadurch ist sichergestellt, dass das Emissionshaus dem Fonds die Rückzahlung von rund 88 Prozent des Anleihe-Nennbetrags auszahlen kann. Dafür bekommt Buss Capital eine entsprechende Gewinnbeteiligung von 40 Prozent, sobald die Anleger Rückflüsse vor Steuern in Höhe von zirka 143 Prozent erzielt haben. In der Konsequenz heißt dies, dass die Anleger nicht mehr Miteigentümer der Container, sondern Gläubiger einer Gesellschaft von Buss Capital sind.

http://www.doricassetfinance.com/

http://www.buss-capital.de/