Generation Y in Nöten

Mit kleinen und regelmäßigen Geldbeträgen frühzeitig ein Polster für den Ruhestand nach 30 oder 40 Jahren aufbauen – für jeden Vermittler zählt dieser Ratschlag zum Einmaleins der Beratung zur Altersvorsorge.

In der Praxis scheinen sie damit jedoch auf weitgehend taube Ohren zu stoßen. Denn die jungen Menschen klagen zwar viel, nehmen das Heft aber nicht in die Hand.

Die Generation Y sieht sich von den allgemeinen Lebensumständen arg in die Mangel genommen. Hohe persönliche Erwartungen treffen auf eine fehlende Finanzkraft, groß ist zudem die Angst vor Altersarmut. Das belegt eine Studie des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag des Lebensversicherers Canada Life. Danach sind die Hoffnungen und Ängste rund um die Altersvorsorge bei den 21- bis 35-Jährigen besonders ausgeprägt.

Die Generation Y hebt sich mit ihren Vorstellungen
deutlich von der Gesamtbevölkerung ab –
auch bei der Altersvorsorge.

Obwohl die jungen Erwachsenen erst am Beginn ihrer beruflichen Karriere stehen, wissen sie schon jetzt genau, wo es später für sie „lang gehen“ soll. Rund jeder Zweite möchte nach dem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben mehr Zeit für Hobbies, Gesundheit, Wellness, Erholung oder Reisen aufbringen. Für 59 % sind ausreichend finanzielle Mittel für gegebenenfalls notwendige medizinische Behandlungen im Ruhestand ein zentrales Bedürfnis. Damit stellt die Generation Y bei einigen Aspekten einen höheren Anspruch an den Ruhestand als die Gesamtbevölkerung. Zugleich sehen sich die jungen und jüngeren Menschen mit besonderen finanziellen Nöten konfrontiert. 50 % geben an, nicht genug Geld für die Altersvorsorge zurücklegen zu können. Über alle Altersklassen hinweg fühlen sich davon mit 42 % deutlich weniger Menschen betroffen. Entsprechend groß ist die Sorge in der Generation Y, von Altersarmut betroffen zu sein. 59 % stimmen der Aussage zu, dass sie Angst haben, im Ruhestand in Armut zu leben. Dieser Wert ist in keiner anderen Altersklasse so stark ausgeprägt; für die Gesamtbevölkerung liegt er bei 48 %.
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„Gerade in jungen Jahren ist es wichtig, den Grundstein für sein Leben im Alter zu legen, damit man sich seine Wünsche im Ruhestand auch erfüllen kann“, erklärt dazu Bernhard Rapp, stellvertretender Deutschlandchef von Canada Life. Berufseinsteiger hätten dabei den Vorteil, dass ihnen noch ausreichend Zeit zum Sparen blieb. „Wer dazu noch auf fondsbasierte Rentenversicherungen setzt, kann in besonderem Maße von den langfristigen Renditechancen der Aktienmärkte profitieren“, fügt Rapp an.

Bernhard Rapp,
Direktor Marketing und Produktmanagement und
stellvertretender Niederlassungsleiter Canada Life Assurance
Europe Limited, Niederlassung für Deutschland50

Onlineausgabe 01/2016