Euro Geldmengenentwicklung: Mai 2016

Deutsche Bundesbank

Die Jahreswachstumsrate der weit gefassten Geldmenge M3 stieg von 4,6 Prozent im April 2016 auf 4,9 Prozent im Mai. Die jährliche Zuwachsrate des enger gefassten Geldmengenaggregats M1, welches den Bargeldumlauf und die täglich fälligen Einlagen enthält, betrug im Berichtsmonat 9,1 Prozent gegenüber 9,7 Prozent im April.

(fw/rm) Die Jahreswachstumsrate der Buchkredite an private Haushalte lag im Mai bei 1,6 Prozent nach 1,5 Prozent im Vormonat. Die Vorjahrsrate der Buchkredite an nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften belief sich im Berichtsmonat auf 1,4 Prozent, verglichen mit 1,2 Prozent im April. Geldmengenaggregate_Buchkredite

Komponenten der weit gefassten Geldmenge M3

Die Jahreswachstumsrate der weit gefassten Geldmenge M3 erhöhte sich von 4,6 Prozent im April auf 4,9 Prozent im Berichtsmonat, sodass sich ihr Dreimonatsdurchschnitt bis Mai auf 4,8 Prozent belief. Was die Entwicklung der Komponenten von M3 betrifft, so verringerte sich die Vorjahrsrate des enger gefassten Aggregats M1, welches den Bargeldumlauf und die täglich fälligen Einlagen enthält, von 9,7 Prozent im April auf 9,1 Prozent im Berichtsmonat. Die jährliche Zuwachsrate der sonstigen kurzfristigen Einlagen (M2 – M1) lag im Mai mit -2,0 Prozent weniger stark im negativen Bereich als im April (-2,8 Prozent). Die Jahresänderungsrate der marktfähigen Finanzinstrumente (M3 – M2) erhöhte sich im selben Zeitraum von -2,1 Prozent auf 2,8 Prozent. Betrachtet man die M3-Komponenten nach Sektoren, so stieg die Zwölfmonatsrate der Einlagen privater Haushalte von 4,3 Prozent im April auf 4,6 Prozent im Berichtsmonat, während die entsprechende Rate der Einlagen nichtfinanzieller Kapitalgesellschaften von 8,4 Prozent auf 8,0 Prozent sank. Die Jahreswachstumsrate der Einlagen nichtmonetärer finanzieller Kapitalgesellschaften (ohne Versicherungsgesellschaften und Pensionseinrichtungen) kletterte von 0,5 Prozent im April auf 2,0 Prozent im Berichtsmonat.

Kredite an Nicht-MFIs im Euro-Währungsgebiet

Das jährliche Wachstum der gesamten Kreditvergabe an Nicht-MFIs im Euro-Währungsgebiet stieg von 3,2 Prozent im April 2016 auf 3,5 Prozent im Berichtsmonat. Die Zwölfmonatsrate der Kredite an öffentliche Haushalte erhöhte sich indes von 10,3 Prozent auf 11,1 Prozent und jene der Kredite an den privaten Sektor von 1,1 Prozent auf 1,3 Prozent. Unter den Komponenten der Kredite an den privaten Sektor erhöhte sich die Vorjahrsrate der um Verkäufe und Verbriefungen bereinigten Buchkredite von 0,8 Prozent im April auf 1,0 Prozent im Mai. Dabei belief sich die Jahreswachstumsrate der Buchkredite an private Haushalte im Berichtsmonat auf 1,6 Prozent (verglichen mit 1,5 Prozent im April) und die entsprechende Rate der an nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften vergebenen Buchkredite auf 1,4 Prozent (gegenüber 1,2 Prozent im April).

Längerfristige finanzielle Verbindlichkeiten

Die jährliche Zuwachsrate der längerfristigen finanziellen Verbindlichkeiten des MFI-Sektors lag im Mai 2016 mit -2,5 Prozent weniger stark im negativen Bereich als im April (-2,7 Prozent).

M3 und seine Gegenposten

Die Vorjahrsrate des weit gefassten Geldmengenaggregats M3 stieg im Mai 2016 auf 4,9 Prozent. Dabei beliefen sich die jeweiligen Beiträge der bilanziellen Gegenposten zu M3 auf 1,7 Prozentpunkte (längerfristige finanzielle Verbindlichkeiten), -1,9 Prozentpunkte (Nettoforderungen an Ansässige außerhalb des Euro-Währungsgebiets), 3,9 Prozentpunkte (Kredite an öffentliche Haushalte), 1,6 Prozentpunkte (Kredite an den privaten Sektor) bzw. -0,3 Prozentpunkte (übrige M3-Gegenposten). Beitrag-M3-Gegenposten PDF-Download: www.bundesbank.de/_geldmenge.pdf