Geld als Weihnachtsgeschenk? Ja, bitte!

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In vier Wochen ist Weihnachten und für viele stellt sich die Frage „Was schenke ich nur?“ Die einfachste Variante: Man verschenkt Geld und der Beschenkte soll sich davon kaufen, was ihm gefällt. Diese Variante erfreut sich Deutschland großer Beliebtheit – aber mit regionalen Unterschieden.

Geldgeschenke haben zweifellos den Vorteil, dass man nie etwas falsch machen kann, denn Geld kann man immer gebrauchen. Allerdings haftet einem solchen Geschenk immer etwas der Anflug von Gedankenlosigkeit an. Wie die Deutschen zu Geldgeschenken stehen, hat nun die Postbank in einer Studie untersucht. Dabei gaben 57 % der Befragten an, dass sie gerne Geld verschenken würden, 42 % lehnen diese Art des Geschenks ab. Vor die Norddeutschen zeigen sich gegenüber Geldgeschenken sehr offen. So gaben 69 % der Befragten aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Niedersachsen an, gerne Geld zu verschenken. In den beiden südlichsten Bundeländern Baden Württemberg und Bayern sind es jeweils nur gut die Hälfte, die sich so äußerten. Möglicherweise könnte es damit zusammenhängen, dass im wirtschaftlich stärkeren Süden Geld weniger Bedeutung hat als in Norddeutschland.

Doch auch die Beschenkten sind durchaus glücklich, wenn Sie ein Kuvert mit Scheinen bekommen: So finden nur 31 % der Deutschen ein Geldgeschenk zu Weihnachten unpassend, 66 % bezeichnen es hingegen als akzeptabel. Offenbar stimmt hier häufig der Satz „Ich bin jung und brauche das Geld“. So findet nur jeder fünfte junge Befragte ein Geldgeschenk zu Weihnachten unpassend. Iris Laduch-Reichelt von der Postbank erläutert: „Genauso gerne wie wir hierzulande mit Münzen und Scheinen bezahlen, verschenken wir Geld – in der Regel natürlich in bar.“

Wegen der Beliebtheit von Geldgeschenken waren viele Haushalte auch viel Bargeld zuhause auf. So haben laut einer Postbank-Umfrage 17 % der Befragten Summe von 300 bis 1.000 Euro zuhause, 7 % mehr als 1.000 Euro und 2 % sogar mehr als 10.000 Euro.  „Die anhaltend niedrigen Anlagezinsen schaffen derzeit wenig Anreiz, die Geldgeschenke auf das Bankkonto einzuzahlen. Und vor dem Kauf von Wertpapieren schrecken noch immer die meisten Sparer zurück“, meint Iris Laduch-Reichelt. (ahu)

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