Geförderter und betreuter Wohnraum

So soll das Projekt "Dahoam im Inntal" nach der Fertigstellung aussehen / © InnZeit Bau GmbH

Unter dem Namen „Dahoam im Inntal“ entwickelt die InnZeit Bau GmbH ein Generationenwohnprojekt mit vielfältigen Wohnangeboten und für Menschen mit unterschiedlichen Betreuungsbedürfnissen. Damit reagiert das Unternehmen mit einem neuen Konzept auf eine gesellschaftliche Herausforderung.

Lebenserwartung und Mietpreise in Deutschland haben derzeit eine Gemeinsamkeit: Sie steigen beide. In die andere Richtung entwickeln sich hingegen die Renten. Da viele Senioren deshalb keine Rücklagen für den barrierefreien Umbau ihrer Häuser und Wohnungen bilden können, stehen sie vor existenziellen Herausforderungen. So sind laut einer Studie des Pestel Instituts im Auftrag des Bundesverbands Deutscher Baustoff-Fachhandel e.V. im Jahr 2038 ein Viertel aller Senioren von zusätzlichen staatlichen Grundsicherungsleistungen abhängig. Experten prognostizieren in diesem Zusammenhang eine „graue Wohnungsnot“. „Eine ganze Generation mit deutlich niedrigeren Renten als vorangegangene Generationen trifft auf einen Immobilienmarkt mit explodierenden Wohnkosten. Das zeigt sich schon heute, wird aber in Zukunft ein noch viel schwerer wiegendes Problem sein. Handeln ist jetzt notwendig!“, so Rupert Voß, Geschäftsführer der InnZeit Bau GmbH. „Deshalb haben wir das Produkt ‚Gefördertes Wohnen nach EOF inkl. Betreuungsangeboten‘ entwickelt, das die beiden gesellschaftspolitisch relevanten Attribute ‚bezahlbar‘ und ‚betreut‘ in sich kombiniert.“

Günstig und betreut wohnen

Derzeit realisiert InnZeit im oberbayerischen Brannenburg das Generationenwohnprojekt „Dahoam im Inntal“, das vielfältige Wohnungsangebote für alle Generation und für Menschen mit unterschiedlichen Betreuungsbedürfnissen bietet. Im Rahmen des Projekts entstehen auch 32 nach Wohneinheiten, die nach dem Modell der Einkommensorientierten Förderung (EOF) gefördert werden. Dieses ermöglicht Wohnungssuchenden durch einen einkommensabhängigen Mietzuschuss bezahlbare Mieten. So wird die in mehrere Stufen gestaffelte Förderung bei einer Einzelperson bis zu einer jährlichen Bruttoeinkommensgrenze von 28.250 Euro gewährt, Ehepaare haben Anspruch auf eine geförderte Wohnung, wenn ihre Bruttorente nicht mehr als 56.500 Euro beträgt. Förderberechtigte, die zur Einkommensstufe 1 gehören, zahlen damit nur noch eine Kaltmiete von 4,50 Euro/m². Somit muss eine Einzelperson bei einer 40 m²-Wohnung nur noch eine monatliche Miete von 180 Euro bezahlen, ein Paar muss für eine 50 m²-Wohung im Monat lediglich 225 Euro Miete bezahlen. Die Berechtigung, eine geförderte Wohnung zu beziehen, wird durch die zuständige Stelle bei der Stadt oder dem Landratsamt in Form eines Wohnberechtigungsscheins erteilt.

Durch die Kombination von nach EOF gefördertem, bezahlbaren Wohnraum und betreutem Wohnen bietet die InnZeit Bau GmbH ein völlig neues Konzept am Markt an. „Geeignet sind vor allem Grundstücke ab ca. 5.000 qm, die Platz für 70 Wohneinheiten oder mehr mit schwerpunktmäßig 1- bis 2-Zimmer-Wohnungen zur Verfügung stellen“, erläutert Rupert Voß. Durch die notwendigen Gemeinschaftsflächen wie Räumlichkeiten für Sport, Gemeinschaftsaktivitäten etc. ist die Größe der Grundstücksfläche vordefiniert. Die ansprechende, bedürfnisorientierte Gestaltung mit Balkonen und durchgehender Barrierefreiheit sowie die Außenanlagen und Gemeinschaftsflächen steigern die Attraktivität und den Nutzwert für Seniorinnen und Senioren. „Die Kommune hat das bevorzugte Belegungsrecht und außerdem die Garantie, dass das Grundstück mit Gebäude z. B. nach 80 Jahren Erbbaurecht wieder in ihr alleiniges Eigentum fällt. Zusätzlich schafft sie mit dem Angebot einen deutlichen Standortvorteil für ihre Bürgerinnen und Bürger“, so Voß. (ahu)