Gecam: Portfoliomix für Erfolg entscheidend

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Daniel Zindstein, verantwortlich für das Portfoliomanagement der vier Dachfonds des unabhängigen Finanzdienstleisters GECAM AG, wirf einen Blick in die Zukunft.

(fw/ah) “Die Sehnsucht vieler Anleger das vergangene Jahr möglichst schnell abzuhaken, ist groß. Was die fundamentalen Daten betrifft, war das Jahr mit rd. 4 Prozent Weltwirtschaftswachstum hervorragend. Hinzu kommt, dass Unternehmen in der Realwirtschaft oft Rekordgewinne, Rekordumsätze und niedrige Verschuldung ausweisen. Jedoch dominierten vor allem Ängste über atomare Verseuchung, Vertrauenskrise des Euro bis hin zur Infragestellung der Demokratie als zukunftsträchtige Staatsform. Natürlich profitierten alle Vermögensklassen, die als “sichere Häfen” gelten, wie US- und Deutsche Staatanleihen (+12 Prozent) sowie Gold (+10 Prozent), wohingegen alles, was mit Risiko tituliert wurde verlor, gerechtfertigt oder nicht. Vor allem Europa hatte massive Kapitalabflüsse zu verzeichnen. Folgerichtig haben die Schwarzmaler und Krisenpropheten Hochkonjunktur, auch was die Ausblicke für 2012 betrifft.

Wir möchten bewusst einen Kontrapunkt setzen und einen Blick auf die Chancen des Jahres 2012 werfen. Eine Definition von Risiko lautet: Abweichung vom Erwartungswert. Viele vergessen, dass diese Abweichung auch nach oben erfolgen kann – das heißt dann Chance! Politische Veränderungen, wie die Wahlen in Frankreich, USA und Iran sowie der Wechsel der Regierungs-Chefs in China und Russland, könnten sowohl zu mehr ökonomisch sinnvollen Richtungswechseln, als auch zu einem Abflauen des, durch Wahlkampf bedingten politischen wie militärischen Säbelrasselns und somit insgesamt zu einer Beruhigung führen. Europa rückt unter dem Druck der Krise viel enger zusammen als dies freiwillig möglich gewesen wäre. Die Weiterentwicklung eines gemeinsamen Europas braucht handlungsfähige und demokratisch legitimierte Institutionen und bekommt somit politisch eine Perspektive. Bei der europäischen Schuldenkrise handelt es sich um ein so tiefgreifendes Ereignis, dass die Erfahrung daraus wohl Generationen von Politikern prägen wird. Ähnlich den Erfahrungen der Hyperinflation im Deutschland der 20er Jahre, die nach wie vor unsere Angst vor Inflation sowie unser Verständnis von Geldpolitik prägen. Auch die wirtschafts- und energiepolitischen Auswirkung der Ölschocks der 70er Jahre bestimmen seitdem unser Verständnis vom rationalen Umgang mit Ressourcen. Dies bedeutet, dass den vier Jahrzehnten des ungezügelten Schuldenmachens auf Staatsebene, in den nächsten dreißig Jahren eine gegenläufige Politik folgen sollte. Politiker erkennen, dass es ökonomisch, moralisch und auch dem Wählerwillen entspricht, die Neuverschuldung gering zu halten sowie die Ausgabenstruktur des Staates auf Wachstum auszurichten.”

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