Führerschein mit 16 – gespaltene Meinungen

Vor 18 Jahren – ab dem Jahr 2004 – wurde erstmals in Modellversuchen einzelner Bundesländer die Möglichkeit eingeräumt, den Führerschein nicht mehr mit dem Beginn der Volljährigkeit, sondern schon im Alter von 17 Jahren zu erwerben und dann ein Jahr begleitend mit einem Erwachsenen zu fahren. Die jungen Leute, die das seither erstmalig nutzen konnten, sind heute bis Mitte 30 Jahre alt. Und diese Generation ist es, die heute stärker als jede andere Altersgruppe auch dem weiteren Vorziehen der Fahrprüfung um ein Jahr positiv gegenübersteht: 50 % der 25- bis 34-jährigen befürwortet das Vorhaben, nur 33 % unter ihnen sind dagegen.

Auffallend ist, dass Frauen um ein Viertel seltener eine mögliche Autofahrprüfung mit 16 Jahren befürworten als Männer (30 zu 38 %). Auch das Einkommen beeinflusst offenbar die Zustimmung zur Frage des Führerscheins mit 16. Bei einem persönlichen Einkommen bis zu monatlich 2.000 Euro liegt die Zustimmung bei nur 31 %. Bei einem Einkommen ab dieser Höhe wächst die Zustimmung stark an auf 44 %. Ein weiteres Einfluss-Kriterium scheint die Anzahl der Personen, die in einem Haushalt leben. So votieren Mehrpersonenhaushalte bis zu zwei Drittel stärker für eine frühere Führerscheinprüfung als Single-Haushalte. (hdm)