Fubus-Gläubiger erhalten erste Zahlungen

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Fast fünf Jahre nach dem Zusammenbruch der Infinus-Gruppe bekommen Anleger des größten Emissionshauses einen Teil ihres Geldes zurück. Das hätte eigentlich schon vor zwei Jahren der Fall sein sollen.

Anfang Juli wurden die Urteile im Prozess um den seit November 2013 insolventen Finanzdienstleister Infinus gesprochen (finanzwelt berichtete). In den nächsten Tagen können Anleger mit Orderschuldverschreibungen der insolventen Future Business KGaA (Fubus), dem größten Emissionshaus der Infinus-Gruppe, mit einer ersten Abschlagszahlung rechnen. Das berichtetet Fonds Professionell. Das Magazin beruft sich Fubus-Insolvenzverwalter Bruno Kübler, laut dem die Abschlagszahlung knapp 6 % der jeweils gestellten Forderung beträgt.

Das Geld dürfte laut Fonds Professionell an ca. 25.00 Fubus-Anleger mit festgestellten Forderungen fließen. Für Gläubiger, für die ein sogenannter Gemeinsamer Vertreter bestellt sei, seien die Abschlagszahlungen an diesen bereits erfolgt. Dieser Vertrete verteile das Geld dann an die Anleger.

Gläubiger verhinderte frühere Auszahlung

Ursprünglich hätte die Abschlagszahlung bereits im vorletzen Jahr erfolgen sollen. Jedoch hatte ein Gläubiger einer Anleihe gegen die Wirksamkeit der Bestellung eines Gemeinsamen Vertreters geklagt, weshalb sich die Auszahlung verzögerte. Im November wurde die Klage jedoch vom Bundesgerichtshof abgelehnt, sodass der Weg für die Auszahlungen frei wurde.

Bruno Kübler geht davon aus, dass die Anleger am Ende des Verfahrens, das sich noch einige Jahre hinziehen dürfte, ca. 20 % ihres einstigen Investments zurückerhalten werden. (ahu)