Freitag der 13.: Mythos oder Wahrheit?

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Morgen ist es wieder soweit: Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr fällt der 13. eines Monats auf einen Freitag. Doch: Was ist dran am Mythos vom vermeintlichen Unglückstag? Die Gothaer Versicherung klärt auf.

Was haben die Terroranschläge von Paris im Jahr 2015, das Unglück der Costa Concordia und die (beinahe)-Katastrophe von Apollo 13 gemeinsam? Richtig: Sie geschahen an einem Freitag dem 13. Abergläubische Menschen werden diese Ereignisse als Indiz dafür sehen, dass man an diesem Tag lieber ganz zu Hause bleibt. „An den letzten beiden vermeintlichen Unglückstagen haben wir in unserer Statistik für Privatkunden gerade einmal knapp über 500 Schäden erfasst. Es besteht keinerlei Anlass, die Decke über den Kopf zu ziehen und das Haus nicht zu verlassen“, erklärt Roger Pohl vom Gothaer Schaden-Controlling, dass ein Freitag der 13. nicht grundsätzlich gefährlicher ist als ein anderer Wochentag. So geschahen an letzten beiden „Unglücks-Freitagen“ (13. April 2018 und 13. Oktober 2017) mit 502 bzw. 532 Schäden weniger als der Tagesdurchschnitt der vergangenen vier Jahre. Lediglich der 13. Januar 2017 erweist sich als Ausreißer in dieser Statistik: Damals erfasst die Gothaer Schadensstatistik 1.744 Schäden- was aber an ganz irdischen Mächten lag. „Das lag aber daran, dass mit Egon ein Sturmtief über Deutschland zog und nicht am Datum“, erklärt Roger Pohl.

Im Gegensatz zu vermeintlichen Unglückstagen beeinflusst das Wetter die Anzahl der Schäden. „Naturgewalten wie Stürme, Gewitter oder Hochwasser verursachen in nur wenigen Stunden eine immense Anzahl an Schäden“, schildert der Gothaer Schaden-Experte. So hat allein Orkan „Friederike“ am Jahresanfang für über 21.000 Schäden in der Statistik der Gothaer gesorgt.

Warum die Angst vor Freitag dem 13.?

Für den Aberglauben, dass Freitag der 13. mit Unglück in Verbindung gebracht wird, hängt mit dem schlechten Ruf beider Komponenten zusammen: Da die 13 das Zwölfersystem überschreitet und zudem eine Primzahl ist, wird sie in vielen Kulturen als suspekt betrachtet. Für die Angst vor der Zahl 13 gibt es sogar einen wissenschaftlichen Begriff: Triskaidekaphobie. Was allen, die daran leiden Mut machen sollte: In der jüdischen und japanischen Kultur gilt die 13 als Glückszahl. Auch der Freitag hat schlechten Ruf: An einem solchen Wochentag wurde Jesus gekreuzigt und Adam und Eva sollen an diesem Tag aus dem Paradies vertrieben worden sein.

Sie sollten sich also nicht verunsichern lassen und sich stattdessen auf Ihr wohlverdientes Wochenende freuen, statt sich von irgendwelchen Mysterien verunsichern lassen. Sie glauben ja auch nicht ernsthaft daran, dass der Storch die Kinder bringt. (ahu)

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