Frauengeldanlage, eine Frage der Generation?

Katja Miko, Wealth Managerin bei der steinbeis & häcker vermögensverwaltung GmbH / Foto: © steinbeis & häcker vermögensverwaltung GmbH

Geldanlage war lange Zeit eine Männerdomäne. Früher kümmerte sich meist der Mann als Hauptverdiener um die Finanzangelegenheiten der Familie. Damit fällt es der Frauengeneration 55 plus oft noch immer schwer, die Vermögensanlage selbst in die Hand zu nehmen. Bei dieser Generation ist die Finanzplanung nach wie vor noch zu stark an den Bedürfnissen des Mannes ausgerichtet. Doch genau bei diesen Frauen entstehen nicht selten durch zu lange Erwerbspausen große Lücken in der Versorgung. Anders ist es bei der jüngeren Frauengeneration. Diese ist häufig schon frühzeitig beruflich erfolgreich und besitzt höhere Einstiegsgehälter. Sie denken früher daran Geld zur Seite zu legen und aktiv damit umzugehen, um sich eine finanzielle Freiheit und Sicherheit aufzubauen. Dabei sollten die Anlagen zu den jeweiligen Lebensumständen passen.

Was ist für Frauen besonders wichtig?

Weibliche Kunden haben andere Prioritäten als männliche. Frauen wollen mehr Transparenz. Sie wollen wissen und verstehen was mit ihrem Geld passiert und nicht mit der Komplexität des Finanzmarktes alleine gelassen werden. Frauen schreckt eher die Intransparenz des Finanzmarktes ab, als die Risiken der Anlage selbst, sofern sie diese dann verstanden haben. Die Anlagen müssen daher uneingeschränkt transparent sein. Zu oft wurden Frauen in der Vergangenheit mit unpassenden Lösungen konfrontiert, die nicht zu ihrer Lebenslage passten. Für unseriöse Berater wurden Frauen immer mehr zu „Zielkunden” für den Produktverkauf. Das Vertrauen in punkto Geldanlage bei Frauen zu bekommen, ist deutlich schwieriger als bei Männern. Wenn man es sich jedoch erarbeitet, hat man die Chance auf langjährige und treue Kundinnen.

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