Frauen, traut euch zu investieren!

Nach Meinung von UBS sollten Frauen auf dem Kapitalmarkt mehr Risiken gehen / Foto: © Picture-Factory -stock.adobe.com

Eine Studie von UBS Wealth Management ging der Frage nach, wie Frauen investieren. Ergebnis: Frauen lassen viel Potenzial und damit Geld ungenutzt verstreichen. UBS möchte helfen, diesen Missstand zu beheben.

Frauen achten bei ihren Investitionen vor auf allem auf Langfristigkeit. So sind sie tendenziell weniger risikofreudig als Männer und haben auch weniger Vertrauen in die eigenen Anlageentscheidungen. Damit lassen Frauen laut der Studie viel Potenzial verstreichen, denn sie würden über umfangreicheres Finanzwissen als Männer verfügen und auch über hohe Finanzdisziplin verfügen. Durch ihre mangelnde Risikobereitschaft seien sie jedoch nicht in der Lage, die längerfristig erforderlichen Renditen zu erwirtschaften. Damit Frauen ihre finanziellen Ziele erreichen und auch im Alter ihren Lebensstandard halten können, sei es wichtig, dass sie ihr Selbstvertrauen in Finanzfragen steigern.

Die Analyse des Chief Investment Office von UBS Wealth Management zeigt anhand von Modellrechnungen, wie sich die Vermögenssituation von Frauen typischerweise darstellen kann:

  • Frauen verfügen während ihres Lebens durchschnittlich über deutlich weniger Vermögen, und Pausen im Erwerbsleben sowie das Bedürfnis nach mehr Flexibilität im Job erschweren die Vermögensbildung zusätzlich.
  • Die Annahme eines Gehaltsunterschieds von 10 % führt dazu, dass eine Frau im Alter von 85 Jahren über 38 % weniger Vermögen verfügt als ein Mann im selben Alter.
  • Bei Berücksichtigung eines kurzen Erwerbsunterbruchs im obigen Beispiel verfügt die Frau im Alter von 85 Jahren über 43 % weniger Vermögen als Männer im selben Alter.
  • Die Modellrechnung zeigt auch, dass für Frauen mit Teilzeit-Arbeitsverhältnis sowohl bei der beruflichen Entwicklung als auch beim Vermögensaufbau zusätzliche Nachteile resultieren.
  • Da Frauen im Durchschnitt eine längere Lebenserwartung haben, wird es für sie noch schwieriger, den Lebensstandard nach der Pensionierung beizubehalten, weil ihr Vermögen über einen längeren Zeitraum ausreichen muss.
  • Das Problem verschärft sich weiter, wenn Frauen Anlagen getätigt haben, die lediglich bescheidene Renditen abwerfen (z. B. 1 % pro Jahr).

UBS setzt verstärkt auf weibliche Investitionen

Wegen der oben genannten Unterschiede hat UBS Wealth Management das Programm UBS Unique lanciert, mit dem das Unternehmen sich verstärkt auf die finanziellen Bedürfnisse der weiblichen Kundschaft konzentrieren will. Mit dem Programm ist das Bestreben verbunden, das Selbstvertrauen von einer Million Frauen in Finanzfragen bis 2021 zu stärken und damit die immer noch vorhandene ungleiche Vermögensverwaltung zwischen den Geschlechtern zu reduzieren.

Um diese Ziele zu erreichen, setzt UBS Unique auf das Know-how eines externen Beratungsgremiums und wird in den kommenden Monaten ein maßgeschneidertes finanzielles Weiterbildungsprogramm einführen. Außerdem will UBS auf allen Ebenen des Unternehmens mehr Frauen einstellen, halten und fördern. Zudem soll der Anteil von Frauen in Managementfunktionen auf ein Drittel erhöht werden. (ahu)

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