Franklin Templeton: Marktschwankungen für Einstieg bei Rohstoffen nutzen

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Nach dem raschen Anstieg der Rohstoffpreise Anfang 2011 hat uns der jüngste Rücksetzer nicht überrascht, sagt Frederick G. Fromm von der Franklin Equity Group. Volatile Ausschläge und Kursschwankungen sollten zum Nachkauf genutzt werden – Gold sei gegenüber Silber zu favorisieren.

“Mitverantwortlich für die schwächeren Rohstoffpreise war auch der zuvor schwache US-Dollar, der Anfang Mai nach oben drehte. Da die Entwicklung unseres Erachtens fundamental nicht gerechtfertigt schien, hatte der drastische Preisauftrieb bei den meisten Rohstoffen über dies etwas Spekulatives an sich. Silber kletterte zum Beispiel von Januar bis April 2011 von rund 28 US-Dollar pro Unze auf ein Hoch von 48 US-Dollar pro Unze1 und die US-Benchmark-Preise für Öl erhöhten sich im selben Zeitraum von 92 US-Dollar pro Barrel auf ein oberes Extrem von 114 US-Dollar pro Barrel2. Wir haben daher mit einem Nachgeben der Preise gerechnet und interpretieren das nicht gleich als unheilvolles Signal für die Wirtschaft. Zu den Faktoren, die nach unserer Auffassung ebenfalls zum Rückgang der Rohstoffpreise beigetragen haben, gehören Sorgen um die Beendigung der zweiten Runde quantitativer Lockerungen (oder QE2) in den USA, die Bestrebungen von Schwellenländern zur Eindämmung der Inflation durch Zinserhöhungen und ganz allgemein auch saisonale Einflüsse. Hinzu kommt, dass Rohstoffe und rohstoffabhängige Aktien um diese Jahreszeit regelmäßig schwächer tendieren. Welche Erwartungen sehen wir derzeit als realistisch an? Solide Unterstützung erkennen wir für Öl in der Spanne zwischen 80 und 100 US-Dollar pro Barrel und für Gold in der Spanne zwischen 1.200 und 1.400 US-Dollar pro Unze Fundamental halten wir Gold für stärker als zum Beispiel Silber: Das Angebot ist bei Gold begrenzt und es gibt keine größeren Produktionssteigerungen. Bei Silber kam die Korrektur dagegen für uns am wenigsten überraschend, da in den nächsten Jahren erhebliches Angebotswachstum zu erwarten ist.”

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