Franklin Templeton: Anlagemarkt Brasilien mit guten Aussichten

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Die brasilianische Wirtschaft entwickelt sich sehr gut. Zu diesem Statement kommt Dr. Mark Mobius von Franklin Tempelton in einer aktuellen Markteinschätzung (Auszug).

(fw/ah) “Nach der Schrumpfung im Jahr 2009 konnte sie letztes Jahr mit einer Wachstumsrate von 7,5% eine beeindruckende Erholung vollziehen. Für dieses Jahr erwarten wir ein Wachstum von 4%, da die Regierung zur Eindämmung der Teuerungsrate Straffungsmaßnahmen wie die Anhebung des Mindestreservesatzes für Banken und die Erhöhung der Zinsen ergriffen hat. Derzeit liegt die Inflationsrate bei 6% und damit unter dem Hoch von 14% im Jahr 2003. Dennoch sind Anzeichen eines Inflationsdrucks zu erkennen, den die Regierung abwehren will. Die Zinsen sind von einem Tief bei ungefähr 9% im Jahr 2009 auf nun etwa 12% gestiegen. Die Arbeitslosigkeit bewegt sich auf einem Tief von nur 5,5%, deutlich besser als die 13% der Jahre 2002 und 2003.

Eine der großen Sorgen ist die Aufwertung des Real zum Dollar. Während man 2002 noch vier Real für einen US-Dollar zahlen musste, ist der Wechselkurs nun auf nur 1,7 Real zu 1 US-Dollar gestiegen. Dennoch boomen die Exporte und wachsen mit auf das Jahr umgerechneten 40%. Zu verdanken ist dies der anziehenden globalen Nachfrage nach Eisenerz und Agrarprodukten aus Brasilien. Auch bei den Devisenreserven ist ein Aufwärtstrend zu verzeichnen, sie belaufen sich derzeit auf mehr als 300 Mrd. US-Dollar gegenüber nur 50 Mrd. US-Dollar im Jahr 2006. Der Aktienmarkt, abgebildet vom MSCI Brazil Index, hat sich ebenfalls vom Tief vom 20. November 2008 erholt, er rentierte mit Stand Ende März 2011 177% in US-Dollar.”

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