Frankfurter Wohnungsmarkt trotzt Corona

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Die massiven wirtschaftlichen Nebenwirkungen der Anti-Corona-Maßnahmen haben noch keinen Niederschlag auf dem Immobilienmarkt der Mainmetropole gefunden. Auch in Zukunft dürfte es wohl nicht anders laufen. Allerdings dürften für Bewohner neue Lagen ins Visier rücken. Das geht aus einer Studie der ImmoConcept GmbH hervor.

In Frankfurt und der Rhein-Main-Region befinden sich über 100.000 Arbeitnehmer in Kurzarbeit und die Zahl der Arbeitslosen in der Region ist massiv gestiegen. Ebenfalls im Anstieg befindet sich der dortige Immobilienmarkt, wie aus der Wohnungsmarkt-Studie 2020 hervorgeht, die das Immobilien- und Beratungsunternehmen ImmoConcept GmbH heute in einer virtuellen Pressekonferenz vorstellte. Ein Ergebnis der Untersuchung ist, dass in den vergangenen zwölf Monaten in allen Stadtteilen der Mainmetropole die Preise für Häuser und Wohnungen gestiegen sind. Besonders stark war der Anstieg in Gallus und im Europaviertel, sowie in Höchst und in der Altstadt, wo Immobilienkäufer inzwischen bis zu 24 % mehr bezahlen müssen als noch vor einem Jahr. Auch die Mieten befinden sich in Frankfurt immer weiter im Aufwärtstrend: So lag der Spitzenwert bei 49 Euro/m², die für ein WG-Zimmer im Bahnhofsviertel bezahlt werden müssen. Mit 7 % verzeichnete der Stadtteil Riederwald den größten Mietanstieg binnen eines Jahres. Seit 2010 haben sich in dem im Osten Frankfurts gelegenen Stadtteil die Mieten um 72 % erhöht. Die Kaufpreise sind dort seitdem sogar um 588 % gestiegen.

Immer mehr Einkommen benötigt

Im Rahmen der Studie wurde nicht nur die Entwicklung von Mieten und Kaufpreisen ermittelt, sondern auch das Einkommen berechnet, das benötigt wird, um sich ein Leben in Frankfurt leisten zu können. Für die Wohnkostenquote wurden 30 % des Haushaltsnettoeinkommens als Warmmiete angenommen. Demzufolge muss im Frankfurter Westend ein Dreipersonenhaushalt über ein Mindesteinkommen von 7.000 Euro verfügen, um sich dort ein Drei-Zimmer-Wohnung leisten zu können. Da die Löhne in den vergangenen Jahren aber nicht in gleichem Maße gestiegen sind, spricht die Studie von einer „stark wachsenden Diskrepanz“.

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