Fondsgipfel-Akademie: Netflix meets Harvard

v.l.n.r.: Carsten Baukus, DJE Kapital AG, und Endrit Cela, Shareholder Value Management AG / Foto: © Endrit Cela

Robert Halver von der Baader Bank, Gabor Steingart oder der berühmteste Irokese der Republik Sascha Lobo – sie alle waren schon Referenten der Fondsgipfel-Akademie. Sie ist die erste deutschsprachige Online-Plattform, die Finanzberatern professionelle Weiterbildung bietet – und zwar zeitlich flexibel. Über dieses Konzept und die Vorteile sprechen wir im exklusiven finanzwelt-Interview mit den Entwicklern der Fondsgipfel-Akademie, Endrit Cela von der Shareholder Value Management AG und Carsten Baukus von der DJE Kapital AG.

finanzwelt: Warum ist eine kostenlose und professionelle Online-Weiterbildung für Finanzberater so wichtig?
Endrit Cela: Aktuell, aber auch schon vor den Corona-Zeiten, spielt eine online-plattformbasierte Finanzweiterbildung wie die Fondsgipfel-Akademie eine immer größere Rolle. Zum einen wächst ganz allgemein der Bedarf an Finanzbildung. Zweitens suchen Finanzberater als Selbstentscheider zeitlich flexible Angebote, um die Finanzbildung optimal in ihren beruflichen und privaten Alltag einpassen zu können. Drittens ist es eine Frage von Nachhaltigkeits- und Kosten-Aspekten, ob und wie oft der Berater, die Organisatoren und Referenten zu Präsenzveranstaltungen anreisen. Schlussendlich bietet die plattformbasierte Finanzbildung technisch smarte Möglichkeiten der Lern- und Erfolgskontrolle.

finanzwelt: An welche Finanzberater richtet sich die Fondsgipfel Akademie?
Carsten Baukus: Die Fondsgipfel-Akademie ist zum einen für die Finanzweiterbildung von Certified Financial Planner etc. gedacht, die entsprechend zertifizierte Credit Points erzielen können. Zum anderen verzeichnen wir aber immer mehr Finanzberater als Teilnehmer, die an hochwertiger, online-basierter, zeitlich flexibler Finanzbildung interessiert sind. Hier sehen wir enormen Zuspruch von jüngeren Finanzberatern. Unserer gesamten Branche muss, und wir wiederholen gern: muss! daran gelegen sein, jüngere Finanzintermediäre zu erreichen. In allen Lagern ist unisono sehr schön und mit Freude zu beobachten, wie zielstrebig die Teilnehmer auf die Teilnehmer-Urkunde hinarbeiten. Und grundsätzlich und nicht mehr umkehrbar wächst der Bedarf durch die Anforderungen des Marktes, des Gesetzgebers, der Aufsicht etc.

finanzwelt: Wie genau funktioniert die zeitliche Flexibilität? Ist die Fondsgipfel-Akademie das ganze Jahr online verfügbar?
Cela: Es gibt im Jahr drei Ausgaben der Fondsgipfel-Akademie. Jeweils im Frühjahr, im Sommer und im Herbst öffnet sich ein Zeitraum von 14 Tagen, wo die Teilnehmer auf der Plattform die Themenblöcke absolvieren können. Im Unterschied bzw. als Ergänzung zu entsprechenden Präsenz-Veranstaltungen können sie sich die Zeit vollkommen frei selbst einteilen, die Bearbeitung jederzeit starten und anhalten. Es ist nicht wie sonst der eine bestimmte Tag mit einer fixen Uhrzeit, wo der Finanzberater vor Ort sein oder am PC sitzen muss. Die Teilnehmer, die Organisatoren und auch die Referenten haben keine Reisekosten, keinen Reisestress und unter ökologischen Aspekten werden auch enorme Ressourcen geschont.

finanzwelt: Wie gestalten Sie die Lern- und Erfolgskontrolle sowie die Zertifizierung?
Baukus: Die Teilnehmer schätzen sehr, dass wir bei der Fondsgipfel-Akademie die Latte ziemlich hochgelegt haben, denn es erfüllt sie mit Stolz und spornt sie an, den erhöhten Anforderungen gerecht zu werden. Dies überzeugte auch den deutschen und den österreichischen Verband für Financial Planner, die unser Konzept zertifizierten. Die Plattform berücksichtigt, inwieweit der Teilnehmer sich mit den Lernvideos der Referenten beschäftigt hat. Erst ab einem bestimmten Grad der Bearbeitung erhält der Teilnehmer Zugang zu den Präsentationen und zu den Lernkontrollfragen. Letztere werden per Zufallsgenerator aus einem Fragen-Pool individuell für jeden Teilnehmer zusammengestellt. Der Teilnehmer muss wiederrum einen gewissen Grad an richtiger Bearbeitung vorweisen, bevor der jeweilige Themenblock für ihn als absolviert gilt. Man sieht: Einfach durch die Themen durchlavieren funktioniert nicht.

finanzwelt: Welche Themen und welche Referenten hat die Fondsgipfel-Akademie im Angebot?
Cela: Die Themen-Auswahl orientiert sich am Weiterbildungsmaßstab für die Certified Financial Planner und kann grundsätzlich zu jeder einzelnen Ausgabe der Fondsgipfel-Akademie aktualisiert werden: Recht, Regulatorik, ESG und OVO, Stiftungen, Ethik, Makroökonomie, Kapitalmärkte Aktuell, Marketing und Vertrieb, Social Media, Investmenttrends und Asset Management Insights. Die Vielfalt und die Aktualität werden auch über den Mix der jeweiligen Referenten sichergestellt. Egal ob Experten von den Verbänden wie Dr. Magdalena Kuper (BVI) oder Norman Wirth (AfW), und Fondsmanager wie Dr. Lach (Bellevue Asset Management), Frank Fischer (Shareholder Value Management) oder Ariane Biskupek (DJE Kapital AG), und Journalisten wie Markus Koch (wallstreet correspondents) und Gabor Steingart (thePioneer), und auch Praktiker aus der Beraterschaft wie bspw. Frauke Morwinski (Hansen & Heinrich AG) oder Julian Eilert (Erfolgsnacht) – die Mischung macht’s.

finanzwelt: Was müssen interessierte Finanzberater nun tun, um an der Fondgipfel Akademie teilnehmen zu können?
Baukus: Alle an Finanzbildung Interessierte können sich ziemlich einfach auf der Plattform der Fondsgipfel-Akademie registrieren, sich dann umgehend mit vergangenen Ausgaben und deren Inhalten beschäftigen und, sobald eine der drei Ausgaben stattfindet, mit der Bearbeitung starten sowie final das Teilnahme-Zertifikat erringen. Egal ob über PC, Tablet oder Smartphone – alles on-demand und alles ist sehr bedienerfreundlich gehalten.

finanzwelt: Welche Weiterentwicklungen sind für die Fondsgipfel-Akademie als nächstes geplant?
Baukus & Cela: Wir haben die Fondsgipfel-Akademie Ende 2020 entwickelt, dann Anfang 2021 aufgebaut, sie im Frühjahr 2021 erfolgreich gestartet und nach zwei weiteren erfolgreichen Ausgaben (Sommer, Herbst) geht es nun 2022 in das zweite Jahr. Aktuell bietet die Fondsgipfel-Akademie schon einen sehr hohen Standard. Wir werden sie aber auf jeden Fall inhaltlich und technisch in Richtung 3.0 weiterentwickeln. Beispielweise unter dem Stichwort “CO2-Neutralität“: Der entsprechende Fußabdruck ist gegenüber einer Präsenzveranstaltung naturgemäß erheblich geringer, soll aber zukünftig vollständig kompensiert werden. Und es gibt noch weitere Ideen und Überlegungen, die an dieser Stelle aber noch nicht verraten werden sollen. (sh)

Zur kostenlosen Online-Registrierung für die Fondgipfel-Akademie geht es hier.