Fondsbranche in Rekordlaune

Fotolia_42888139_Subscription_XL.jpg
© Dana Krimmling

Die deutsche Fondsbranche sammelte in den ersten drei Quartalen netto 71,2 Milliarden Euro ein. Das ist der höchste Zufluss in diesem Zeitraum seit der Jahrtausendwende.

(fw/ah) Im Jahr 2000 flossen den Fondsgesellschaften bis Ende September 76,1 Milliarden Euro zu. Spezialfonds sind weiterhin der Treiber im Neugeschäft. Sie übertreffen mit 53,4 Milliarden Euro neuen Mitteln das Vorjahresniveau (49,4 Milliarden Euro). Auch Publikumsfonds sammelten mit 26,5 Milliarden Euro bis Ende September 2014 mehr ein als im Vorjahreszeitraum (21 Milliarden Euro).

Beim Neugeschäft der Publikumsfonds haben Mischfonds mit 17,1 Milliarden Euro bis Ende September ihren Vorsprung gegenüber Rentenfonds mit 12,2 Milliarden Euro wieder ausgebaut. Offene Immobilienfonds (OIF) sammelten 2,2 Milliarden Euro ein. Dabei zahlten neun OIFs, die aufgelöst werden, 1,6 Milliarden Euro aus der Substanz.
Aktienfonds verzeichneten im laufenden Jahr Abflüsse von netto 3,6 Milliarden Euro. Allein im September zogen Anleger 3 Milliarden Euro ab, davon entfallen 2,8 Milliarden Euro auf einen DAX-ETF.

Dennoch sind Aktienfonds mit einem Marktanteil von 36 % nach wie vor die größte Gruppe der Publikumsfonds. In den vergangenen vier Jahren stieg ihr Vermögen um knapp ein Drittel auf 279 Milliarden Euro (30. September 2010: 212 Milliarden Euro). Mischfonds, die derzeit einen Marktanteil von 22 % haben, sind ebenfalls stark gefragt. Sie verzeichneten in diesem Zeitraum sogar das größte Wachstum. Ihr Vermögen stieg von 115 Milliarden Euro auf 168 Milliarden Euro.

www.bvi.de