Fidelity: Südafrika für Investoren ein „Highlight“

Nick Price, der für Fidelity Worldwide Investment verschiedene Schwellenländer-Fonds mit einem Volumen von 5,4 Milliarden Euro managt, wirft angesichts des morgen stattfindenden Treffens der Regierungschefs von Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika (BRICS-Staaten) einen Blick nach vorne und empfiehlt Anlegern südafrikanische Investments.

(fw/ah) “Während Indien aktuell mit Vorsicht zu genießen ist, besitzen China und Südafrika großes Potenzial. Brasilien, Russland, Indien und China sind wichtige und wachstumsstarke Schwellenländer. Allerdings bieten andere Emerging Markets zum Teil interessantere Chancen. Viele Unternehmen investieren große Summen in neue Produktionsstätten in den BRIC-Staaten, angelockt vom starken Wirtschaftswachstum. Dabei setzen die meisten Unternehmen jedoch eher auf Umsatzwachstum als auf Gewinne und Cash-flow. Die Praxis in den BRIC-Staaten hat gezeigt, dass das dem Unternehmenswert Schaden kann. Es kommt daher darauf an, in die besten Unternehmen zu investieren, egal ob sie aus Brasilien, Russland, Indien und China kommen oder aus anderen Schwellenländern. Aber natürlich bleibt die Verschiebung des weltweiten Bruttoinlandsprodukts zugunsten der BRIC-Staaten ein bestimmender Trend. Heute erwirtschaften sie rund 25 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts, bis zum Jahr 2050 werden es voraussichtlich rund 40 Prozent sein. Das führt dazu, dass ein großer Teil der Bevölkerung dieser Staaten in eine konsumfreudige Mittelschicht aufsteigt. In der Folge wird der Binnenkonsum der BRIC-Staaten den der Eurozone voraussichtlich ab dem Jahr 2013 und den US-Konsum ab 2023 übertreffen. Der Konsum in den Schwellenländern wird in den nächsten 20 Jahren ein wesentlicher Treiber der Weltwirtschaft. Dabei rücken künftig vermehrt andere Staaten in den Fokus, beispielsweise Südafrika, das 2010 als ‘Tor zum afrikanischen Kontinent’ in die Riege der vormaligen BRIC-Staaten aufgenommen wurde. Zwar hat sich Südafrikas Wirtschaft von der Rezession Anfang 2008 nur langsam erholt, der dortige Aktienmarkt hat sich jedoch im Vergleich zu den anderen BRICS-Staaten mit Abstand am besten entwickelt.

Südafrikas Bedeutung liegt vor allem in seiner Rolle als Tor zum afrikanischen Kontinent. Für Investoren ist diese Rolle des Landes sehr wichtig, denn zahlreiche südafrikanische Unternehmen aus der Konsumbranche sind in vielen afrikanischen Ländern aktiv. Damit profitieren sie von einem der wenigen Wachstumsmärkte, der noch deutlich unterbewertet ist. Für Anleger ebenfalls nicht zu unterschätzen, sind der im Vergleich zu anderen Schwellenländern relative hohe Grad an Transparenz und eine etablierte Corporate Governance. Zudem ist Afrika südlich des Äquators praktisch nicht von der Kreditkrise in der westlichen Welt betroffen und profitiert von einer rasch voranschreitenden Industrialisierung. So kann der Kontinent, von einer niedrigen Ausgangsbasis startend, mit hohen Wachstumsraten punkten. Und zu guter Letzt besitzen die afrikanischen Länder eine große und sehr junge Bevölkerung. Das eröffnet dem Kontinent nicht nur enorme Chancen auf wachsenden Binnenkonsum, sondern auch einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber den Industrienationen.”

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