Fidelity: Deutsch-französisches Verhältnis bleibt intakt

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Gestern wurde Gewissheit, was die meisten schon längst ahnten – ein Sozialist steht nach 17 Jahren wieder an der Spitze des französischen Staates. Vincent Durel, Manager des Fidelity France Funds, erklärt mögliche Auswirkungen des Wahlausgangs für Frankreichs Haushalt, das deutsch-französische Verhältnis und Wachstumsinitiativen auf europäischer Ebene. Der Fondsmanager zieht ein positives Fazit und sieht keine Eintrübungen für die gepriesene deutsch-französische Freundschaft.

(fw/ah) “Ich gehe davon aus, dass François Hollande eine Mitte-Links-Politik verfolgen wird, in deren Rahmen er die Währungsunion unterstützen und bei den Budgetverpflichtungen bleiben wird. Als erstes wird er dem Parlament voraussichtlich Maßnahmen vorlegen, die es ermöglichen sollen, die Defizitziele für Frankreichs Staatshaushalt einzuhalten. Das sollte die europäischen Partner und ganz besonders Deutschland beruhigen. Während seines Wahlkampfes hat er klargestellt, dass Frankreich über die nächsten fünf Jahre ungefähr 100 Milliarden Euro einsparen muss, um bis 2017 einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen. Davon beruhen 50 Milliarden auf der ziemlich optimistischen Annahme, dass das Bruttoinlandsprodukt jährlich um 2 Prozent wächst während die öffentlichen Ausgaben jährlich nur um 1 Prozent steigen. Die anderen 50 Milliarden Euro sollen durch verschiedene Maßnahmen wie Steuererhöhungen oder die Beseitigung von Steuerschlupflöchern erreicht werden. Ich bin zuversichtlich, dass das deutsch-französische Verhältnis stabil bleiben wird, und dass die Wachstumsinitiativen von Hollande auf EU-Ebene nicht unbedingt bedeuten, dass die Budgetdisziplin Frankreichs in Frage gestellt wird.”

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