FHH: Schiffsmärkte weiter unter Druck

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Das zweite Halbjahr 2011 hat keine Entlastung für die weltweiten Schiffsmärkte gebracht. In allen maßgeblichen Segmenten wuchs das Tonnageangebot schneller als die Nachfrage. Dies ist das Ergebnis eines Marktreports des Hamburger Emissionshauses Fondshaus Hamburg GmbH & Co. KG (FHH).

(fw/kb) Nach einem spürbaren Anstieg im ersten Halbjahr fielen die Einjahresraten für alle Schiffsklassen bis 4.400 TEU bereits im dritten Quartal unter die Werte vom Jahresbeginn zurück, der Howe Robinson Charter Index rutschte von 883 Punkten Ende Juni auf einen Stand von 473 kurz vor Weihnachten ab.

“Hintergrund ist der Wettbewerb zwischen den großen Linienreedern Maersk, CMA CGM und MSC”, sagte der Markt- und Schifffahrtsanalyst und Mitautor des FHH-Marktreports Michael Niefünd. “Die Kontrahenten bringen immer größere Schiffe auf den Markt und die kleineren Wettbewerber müssen nachziehen und kleinere Schiffe durch größere Einheiten ersetzen.” Im Ergebnis sei die Flotte der Schiffe mit mehr als 5.100 TEU im Jahresverlauf 2011 um 121 auf 931 Schiffe mit insgesamt sieben Millionen TEU gewachsen. “Die überzähligen Schiffe verschwinden jedoch nicht von den Märkten, sondern werden aus den Langstreckendiensten ausgegliedert und unterverchartert.” Das Flottenangebot wachse daher auch auf den Strecken, die üblicherweise von Charterschiffen bedient würden. In der Folge seien die Charterraten deutlich zurückgegangen. “Die Ursachen dieser Entwicklung werden auch in den kommenden Jahren bestehen bleiben”, so Niefünd.

FHH konzentriert sich ausschließlich auf die Konzeption von geschlossenen Fonds im Bereich Schiffe und Immobilien. Seit Gründung hat das Unternehmen nach eigenen Angaben ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund 1,6 Milliarden Euro realisiert.

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