EMD: Anleger glauben an positive Brexit-Folgen

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©fotolia jannoon028; laut Umfrage steigert Angst vor EU-Zerfall Interesse an Anlageklasse EMD

Im Zuge des Brexit dürften Schuldtitel von den Emerging Markets (Emerging Market Debt, „EMD“) für Anleger zunehmend interessant werden, und zwar nicht zuletzt wegen der wachsenden Angst vor einem weiteren Zerfall der EU. Das jedenfalls ergab die jüngste von NN Investment Partners durchgeführte Risk Rotation Index Umfrage.

(fw/ah) Schuldtitel von den Emerging Markets (Emerging Markt Debt, “EMD”) dürften für Anleger in Zukunft immer interessanter werden, nicht zuletzt wegen der durch den Brexit weiter angeheizten Angst, dass die EU bald zerfallen können. So waren in der jüngsten von NN Investment Partners durchgeführten Risk Rotation Index Umfrage 41 Prozent der Befragten der Meinung, dass ein weiterer Zerfall der EU das Anlegerinteresse an EMD zukünftig steigern wird. Ein Viertel war der Meinung, dass sich die Folgen des Brexits positiv auf die Attraktivität von EMD als Anlageform auswirken werden. Ein weiteres viertel gab an dass die Aussicht auf eine Zinserhöhung durch die amerikanische Zentralbank Fed nach aller Wahrscheinlichkeit ebenfalls die Anlageentscheidung beeinflussen werde. „EMD wird  für Investoren immer interessanter, nicht zuletzt wegen der nach wie vor attraktiven Renditen um die 5 Prozent. Das ist sehr viel höher als die extrem niedrigen bzw. sogar negativen Zinsen an den entwickelten Märkten. Dafür sprechen vor allem auch die Zuflüsse in die EMD Hard Currency-Märkte nach der  Brexit-Entscheidung,“ so Marco Ruijer,  Lead Portfolio Manager für EMD bei NN Investment Partner. Außerdem ergab die Umfrage, dass sich Investoren im Hinblick auf den EMD-Markt vor allem über politische Ungewissheit (44 Prozent), gefolgt von Kreditqualität (42 Prozent), Sorgen machen. Dennoch erwarten über die Hälfte (54 Prozent) der Fondsmanager, dass institutionelle Investoren ihre Exponierung gegenüber der Assetklasse EMD in den nächsten drei Jahren ausweiten werden.

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