EZB stellt 500-€-Banknote ab

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Mit der Europa-Serie der Euro-Banknoten wird es keinen 500-€-Schein mehr geben. Die große Banknote bleibt jedoch gesetzliches Zahlungsmittel und behält auf Dauer ihren Wert.

(fw/rm) Der Rat der Europäischen Zentralbank hat am 04. Mai 2016 seine Überprüfung der Stückelungsstruktur der Europa-Serie beendet. Es wurde beschlossen, die Herstellung der 500-€-Banknote dauerhaft einzustellen und sie nicht in die Europa-Serie aufzunehmen. Damit hat der EZB-Rat Bedenken Rechnung getragen, dass diese Banknote illegalen Aktivitäten Vorschub leisten könnte. Die Ausgabe des 500-€-Scheins wird gegen Ende des Jahres 2018 mit der geplanten Einführung der 100-€- und 200-€-Banknoten der Europa-Serie eingestellt. Die anderen Stückelungen – von 5 € bis 200 € – werden beibehalten. Angesichts der internationalen Bedeutung des Euro und des großen Vertrauens in die Banknoten des Währungsraums bleibt der 500-€-Schein gesetzliches Zahlungsmittel und kann somit weiter als Zahlungsmittel und Wertspeicher verwendet werden. Das Eurosystem, das die EZB und die nationalen Zentralbanken des Euro-Währungsgebiets umfasst, wird Maßnahmen ergreifen, damit die verbleibenden Stückelungen in ausreichender Menge verfügbar sind. Wie die anderen Stückelungen der Euro-Banknoten wird der 500-€-Schein seinen Wert auf Dauer behalten: Er kann unbefristet bei den nationalen Zentralbanken des Eurosystems umgetauscht werden. Die Europa-Serie ist die zweite Serie von Euro-Banknoten. Sie wird schrittweise eingeführt. Im Jahr 2013 wurde die neue 5-€-Banknote erstmals in Umlauf gebracht, in den Jahren 2014 und 2015 folgten die neue 10-€- bzw. die neue 20-€-Banknote. www.ecb.europa.eu