EZB: Inflationssorgen unbegründet

Angesichts eines geringeren Geldmengen- und Kreditwachstums ist nicht von einer galoppierenden Inflation auf mittlere Sicht auszugehen. Entsprechend äußerte sich der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), Jürgen Stark, in einem am Dienstag veröffentlichten Gastbeitrag für die Börsen-Zeitung.

(fw/ah) Aus der Entwicklung der Geldmenge und des Kreditvolumens könne jedoch nicht der Schluss gezogen werden, dass die Abwärtsrisiken für die Preisstabilität gestiegen seien, gab Stark gegenüber der BöZ zu bedenken. Auf der Basis der vorliegenden Analysen lägen gegenwärtig keine bedeutenden Abwärtsrisiken vor.

“In der Tat entspricht die aktuelle Geldmengenentwicklung im Euroraum der allmählichen Konjunkturerholung”, kommentierte Stark die aktuelle Marktsituation. Eine umfassende Beurteilung der Geldmengen- und Kreditentwicklung sollte nicht nur die Wirtschaftslage berücksichtigen, sondern müsse auch die getroffenen geldpolitischen Entscheidungen einbeziehen.
Bei der Bestimmung des zukünftigen geldpolitischen Kurses der EZB werden das Geldmengen- und Kreditwachstum und die damit einhergehenden Risiken für die Preisstabilität eine zentrale Rolle spielen.