EZB-Chef fordert Markt für notleidende Kredite

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Viele Banken in ganz Europa haben mit notleidenden Forderungen in ihren Bilanzen zu kämpfen. Alleine in Italien beläuft sich der Wert auf mehr als 360 Milliarden Euro. Mario Draghi bestätigte im Rahmen der Zinssitzung am gestrigen Donnerstag, dass die zahlreichen Non-Performing-Loans (NPLs) der Finanzinstitute in Europa ein großes Problem darstellen.

(fw/rm)  Der Chef der Europäischen Zentralbank fordert daher die Etablierung eines funktionierenden Forderungsmarkts, über den notleidende Kredite verkauft werden könnten. Ein solcher Markt existiert bereits: Das Frankfurter FinTech Debitos ermöglicht den Handel mit notleidenden Krediten per Forderungsbörse. Seit Gründung des Unternehmens im Jahr 2010 wurden bereits NPLs im Wert von mehr 1,4 Milliarden Euro verkauft. „Wir sind der einzige Anbieter in Europa, der den Forderungsverkauf vollständig digital abwickelt – von der Investorenansprache bis zum Verkauf. Zu den etwa 1.400 Verkäufern auf unserer Online-Plattform zählen auch mehr als 20 deutsche Banken“ so Timur Peters, Geschäftsführer der Debitos GmbH. Neben ausgefallenen Forderungen werden über die Forderungsbörse Debitos auch besicherte und unbesicherte Kredite sowie Insolvenzquoten angeboten. Bei den zugelassenen Käufern handelt es sich um Fonds, Investmentbanken, Inkassounternehmen und Rechtsanwälte. Seit 2015 steht Debitos auch Gläubigern in anderen europäischen Ländern zur Verfügung: Die größte Nachfrage besteht bisher in Italien, Spanien und Großbritannien. www.debitos.de