ETF-Markt August 2016: Zu- und abflüsse

Fannie Wurtz, Managing Director bei Amundi ETF, Indexing & Smart Beta

Gewinner: Im europäischen ETF-Markt waren Emerging Markets sowohl auf der Aktien- als auch auf der Rentenseite weiterhin stark gefragt. ETFs auf EM-Aktien flossen im August 1,2 Mrd. Euro und seit Jahresbeginn 4,5 Mrd. Euro zu; ETFs auf Schwellenländer-Bonds im August 807 Mio. Euro und seit Jahresbeginn 5,5 Mrd. Euro.

(fw/rm) Gewinner sind die lockere US-Geldmarktpolitik, die Stabilisierung von Schwellenländerwährungen und Rohstoffpreisen sowie Reformen in einigen Ländern waren dafür die Antriebskräfte.
  • Aktieninvestoren favorisierten zudem verstärkt defensive Strategien und Smart-Beta-ETFs. Seit Jahresbeginn sind beispielsweise Minimum-Volatility- und Multi-Faktor-ETFs 3,4 Mrd. Euro bzw. 1,6 Mrd. Euro zugeflossen.
  • Auf der Anleiheseite standen zudem Euro-Unternehmensanleihen mit Zuflüssen von 519 Mio. Euro im August und 5,1 Mrd. Euro seit Jahresbeginn im Fokus.
  • Ebenfalls gefragt waren ETFs auf US-Corporates mit Zuflüssen von 474 Mio. Euro im August und 3,5 Mrd. Euro seit Jahresbeginn.
Verlierer
  • Anleger in Eurozonen-Aktien-ETFs haben auch im August Anteile im Volumen von 390 Mio. Euro zurückgegeben – seit Jahresbeginn beliefen sich die Abflüsse auf 4,6 Mrd. Euro. Deutschland-Aktien-ETFs waren im August die größten Verlierer mit Rückgaben in Höhe von 759 Mio.
  • Auf der Rentenseite waren Staatsanleihen aus der Eurozone mit Rückflüssen von 253 Mio. Euro im August und 1,4 Mrd. Euro seit Jahresbeginn die größten Verlierer.

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