“Es wurden 100.000 Wohnungen zu wenig gebaut”

Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA / Foto: © ZIA

Im vergangenen Jahr wurden wieder deutlich zu wenige neue Wohnungen fertiggestellt. Laut ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss ist das Problem auf viele Ursachen zurückzuführen.

285.900 – so viele Wohnungen wurden laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2018 in Deutschland fertiggestellt. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen minimalen Anstieg von 0,4 %. „Diese Zahlen drücken eines aus: Es fehlt an allen Ecken und Enden“, kritisiert Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss. „Keine klare politische Linie beim Wohnungsbau, zu langwierige Planungsprozesse und zu wenig Kapazitäten bei den Unternehmen. Auch die ausufernden Baukosten und die überbordende Regulierung der vergangenen Jahre sind ein erheblicher Grund dafür, dass wir hier zu langsam vorankommen. Energetische Anforderungen, kommunale Auflagen und die Grundstückspreise sind starke Kostentreiber im Wohnungsbau. Die Grundstücksverknappung ist der Flaschenhals beim bezahlbaren Bauen. Dafür benötigen wir schneller und günstiger Bauland. Von den jährlich notwendigen Fertigstellungszahlen sind wir weit entfernt. Um das Ziel der Bundesregierung zu erreichen, müssten jedes Jahr mindestens 375.000 Wohnungen nicht nur genehmigt, sondern auch fertiggestellt werden. Wir sind knapp 100.000 Wohnungen unter dem Niveau, das wir brauchen“, so Mattner. „Durch eine Senkung der Baukosten steigt die Investitionstätigkeit in den Bau und die Sanierung von Wohnungen und Wirtschaftsimmobilien.“

Um Stadtentwicklung, Planung und Bau zu beschleunigen hat der ZIA dem Bundesbauministerium 28 Vorschläge unterbreitet, die sie hier finden. (ahu)

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