Es war nicht zu erwarten, dass Fed Zinsen erhöht

Stefan Kreuzkamp, Chief Investment Officer der Deutschen Asset Management / Foto: © Deutsche Asset Management

Die amerikanische Notenbank Fed hat wie erwartert auf eine Zinsserhöhung verzichtet. Es wird aber erwartet, dass dies in diesem Jahr dennoch der Fall sein wird.

Kolumne von Stefan Kreuzkamp, Chief Investment Officer der Deutschen Asset Management

Die amerikanische Zentralbank Fed hat wie erwartet heute die Zinsen nicht erhöht. Durch die veröffentlichte Erklärung sehen wir uns jedoch in unserer Ansicht bestärkt, dass es noch 2016 eine Zinserhöhung geben wird. Diese hängt natürlich von der Datenlage ab, aber wenn sich die Wirtschaft so wie von uns prognostiziert entwickelt, werden nächstes Jahr noch ein bis zwei weitere Zinsschritte folgen. Die Abstimmung im Komitee mit sieben zu drei Stimmen beschreibt die zunehmende Uneinigkeit unter den Mitgliedern im Hinblick auf die nächste Zinserhöhung. Trotz etwas durchwachsener Wirtschaftszahlen in der jüngsten Vergangenheit bleiben wir optimistisch für die US-Wirtschaft. Diese Ansicht basiert im wesentlichen auf der Erwartung eines robusten privaten Konsums, getragen durch eine Verbesserung des Arbeitsmarktes, steigendem Vermögen der US-Haushalte und der Verbesserung der Kreditkonditionen. Wir sehen die US-Wirtschaft weiterhin auf einem moderaten Wachstumskurs. Im Vergleich zu früheren Erholungen verläuft der Wirtschaftsaufschwung aber schleppend, bedingt auch durch ein rückläufiges Potentialwachstum. Der Aufschwung sollte aber robust genug sein, um die Inflationsraten wieder mit dem Ziel der Zentralbank in Einklang zu bringen.

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