Es geht wieder aufwärts…

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… zumindest bei der Zahl der Versicherungsvermittler. Wachstum gab es vor allem bei der Gruppe, die zuletzt am stärksten vom Schwund betroffen war. Auch eine Vermittlerart, der möglicherweise ein großer Schwund droht, wächst.  

In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Versicherungsvermittler immer weiter zurückgegangen. In den letzten Monaten des vergangenen Jahres konnte dieser Trend jedoch zunächst einmal gestoppt werden, wie aus aktuellen Zahlen des Vermittler-Registers der DIHK hervorgeht. So waren dort Ende 2020 197.437 Vermittler eingetragen, 681 mehr als im Vorquartal und nur 18 weniger als Ende des ersten Quartals. Den stärksten Zuwachs gab es bei der Gruppe, die in der Vergangenheit vom größten Schwund betroffen war: So waren Ende Dezember mit 118.135 gebundenen Vermittlern 644 mehr registriert als im Vorquartal. Gegenüber dem Jahresanfangsquartal liegt deren Zahl jedoch weiterhin um 532 niedriger. Leicht gesunken ist hingegen die Zahl der Versicherungsmakler, von denen zum Jahresende mit 46.054 92 weniger registriert waren als drei Monate zuvor.

Durchaus überraschend ist die Entwicklung bei den Finanzanlagenvermittlern: Obwohl viele angesichts der geplanten Übertragung der Aufsicht auf die BaFin ihre Lizenz mit dem Gedanken spielen, ihre Lizenz zurückzugeben, ist deren Zahl innerhalb eines Quartals um 145 auf 38.106 gestiegen und liegt damit sogar über dem Jahresanfangswert von 37.974. Möglicherweise rechnen viele Vermittler angesichts des bislang schleppenden Prozesses nicht mit einer Übertragung vor der Bundestagswahl – und unter einer neuen Regierung könnte die Welt ja schon wieder ganz anders aussehen. (ahu)