Erneuerbare Energie trotzen Trump

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Anfang des Monats verkündete US-Präsident Donald Trump, dass die USA aus dem Pariser Klimaabkommen von Dezember 2015 aussteigen werden. Eine Entscheidung, die amerikanische Finanzinvestoren allerdings nur wenig tangiert, denn diese planen weiterhin, in erneuerbare Energien zu investieren.

Zu dieser Einschätzung gelangten Teilnehmer der „Post-Carbon Finance“-Konferenz des Ecologic Institut US in New York, auf der im Deutschen Generalkonsulat in New York City deutsche und amerikanische Experten auf Einladung des Ecologic Instituts US darüber diskutierten, wie die Finanzindustrie durch ihre Produkte und Dienstleistungen zu einer CO2-reduzierten Wirtschaftsweise beitragen kann. Dabei stellte das FERI Cognitive Finance Institute eine vielbeachtete Studie zum Thema „Carbon Bubble und Dekarbonisierung“ vor, die gemeinsam mit dem WWF zu Jahresbeginn 2017 veröffentlicht wurde. Laut der Studie steht großen Teilen der Kapitalmärkte eine Carbon-Blase bevor, die in betroffenen Marktsegmenten zu Abwertungen von bis zu 50 % führen könne.

„Trotz der Ankündigung der Trump-Regierung, aus dem Pariser Weltklimaabkommen auszusteigen, zeigen die amerikanischen Finanzakteure große Bereitschaft, in alternative Energieträger zu investieren“, so Dr. Kevin Schaefers vom FERI Cognitive Finance Institute. Zahlreiche Akteure aus der Finanzindustrie würden zwar den Habitus hinter Trumps Entscheidung kritisieren. „Aber sie lassen sich nicht entmutigen“, so Schaefers. Außerdem ist die Energiepolitik einiger Bundesstaaten losgelöst von der Bundespolitik. So fördert beispielsweise Kalifornien den Ausbau alternativer Energieträger wie Solar- oder Windenergie. (ahu)

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