ERGO auf gutem Weg

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Digitalisierung, Effizienzsteigerung und Internationalisierung: Das sind die drei wesentlichen Strategien, die die ERGO aktuell verfolgt. Auch für die Kunden entsteht dadurch ein Mehrwert.

Das vor einem Jahr von der ERGO Group gestartete ERGO Strategieprogramm (ESP) hat sich als erfolgreich erwiesen. So ist der Düsseldorfer Versicherer heute effizienter aufgestellt, investiert konsequent in die Digitalisierung und stärkt die internationalen Strukturen. Wenn das Strategieprogramm im Jahr 2021 abgeschlossen sein wird, plant ERGO einen nachhaltigen Beitrag von mehr als 600 Mio. Euro zum Jahresergebnis des Mutterkonzerns Munich Re zu leisten.

„Fit, digital und damit erfolgreich zu sein – das sind die Ziele, die wir uns vorgenommen haben“, erläutert Markus Rieß, Vorstandsvorsitzender der ERGO, die Ziele des Strategieprogramms. Das Unternehmen hat bei der Neuorganisation des Vertriebs deutliche Fortschritte erzielt: Seit Jahresbeginn gibt es nur noch eine Ausschließlichkeitsorganisation, die in 55 Standorten flächendeckend in Deutschland organisiert ist.

ERGO treibt außerdem die Digitalisierung mit Hochdruck voran. Besonders die Neuorganisation der IT ist dabei eine große Herausforderung. “Hier liegt noch ein gutes Stück Weg vor uns“, so Rieß. Durch die Gründung der ERGO Digital IT mit Sitz in Berlin und Warschau sollen neue Produkte schneller entwickelt werden. Zudem wird ERGO Direkt in Nürnberg zum sogenannten Kompetenz-Zentrum Online ausgebaut. Damit soll Kunden der Zugang zu ERGO Produkten und Services online, offline, intuitiv und effizient ermöglicht werden. Hier gibt es bereits einen ersten Erfolg zu vermelden, denn die Zahl der registrierten Nutzer in den Kundenportalen beträgt aktuell 550.000, 56 % mehr als noch 2015.

Kunden, die einen rein digitalen Versicherer mit entsprechenden Preisvorteilen nutzen wollen, werden künftig bei der ERGO Tochter nexible Angebote finden. In diesem Jahr kommt unter dem Namen nexible ein erstes Kraftfahrt-Produkt auf den Markt. Formal sind die Voraussetzungen dafür geschaffen: nexible arbeitet als eigenständiges Unternehmen mit der Neckermann Versicherung AG als Risikoträger.

ERGO ist auch bei der Entwicklung neuer Produkte vorangekommen. Da Kraftfahrt-, private Haftpflicht-, Unfall und Hausratversicherung modular aufgebaut sind, können Kunden flexible Bestandteil des Versicherungsschutzes individuell vereinbaren. Planmäßig wurde eine Cyber-Versicherung für Unternehmen eingeführt. Im ersten Quartal 2017 sind drei Vermögensmanagement-Fonds zur Altersvorsorge gestartet. Der klassische Lebensversicherungsbereich wird wie geplant Anfang des Jahres 2018 in eine eigene Einheit separiert.

Ein weiterer Schwerpunkt für ERGO ist neben der Digitalisierung und der Effizienzsteigerung die Internationalisierung. Bislang ist der Versicherer in über 30 Ländern vertreten und beschäftigt über 10.000 Mitarbeiter. COO Alexander Ankel beschreibt die Strategie so: „In bestimmten Ländern wollen wir die Präsenz verstärken, in Wachstumsmärkte investieren und globale Geschäftsmodelle ausrollen.“ Dazu gehören laut Ankel beispielsweise Polen, das Baltikum, Indien und China.  Zu den globalen Geschäftsmodellen zählen die Rechtsschutz- und die Reiseversicherung.

Der im Zuge des Strategieprogramms notwendige Arbeitsplatzabbau von rund 1.800 Arbeitsstellen wurde bereits zu mehr als 50 % realisiert. „Bis zum Jahresende werden Netto-Kosteneinsparungen von knapp 100 Mio. € erreicht sein“, sagt ERGO Finanzvorstand Christoph Jurecka. (ahu)

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