Hackerangriff: So schützen Sie sich vor Datenverlust

Ralf Zirbes (Boniversum) & Dr. Gamal Moukabary (bonify)

Verunsicherung nach Hackerangriff auf US-Wirtschaftsauskunftei: Dr. Gamal Moukabary von bonify und Ralf Zirbes von Boniversum erklären, wie sich Verbraucher proaktiv schützen können.

Kreditkarten-, Sozialversicherungs- und Ausweisnummern von 143 Millionen Kunden des US-Finanzdienstleisters Equifax wurden die persönlichen Daten zwischen Mitte Mai und Ende Juli 2017 von Hackern erbeutet. Auch kanadische und britische Verbraucher sind Opfer des Hackerangriffs geworden, teilte Equifax letzte Woche mit, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Experten gehen davon aus, dass auch Deutsche, die sich in den USA aufgehalten haben, betroffen sind. Das Prekäre daran: Hier handelt es sich nicht um irgendwelche Daten, sondern um hochsensible Bonitätsdaten inklusive Namen, Geburtstagen, Adressen, Sozialversicherungsnummern und Führerscheindetails, die von Equifax in den USA gespeichert werden. Zudem wurden Kreditkartendaten von rund 200.000 Kunden gestohlen. Experten konnten im August sogar eine Steigerung der Kreditkartenbetrugsversuche um 15 Prozent feststellen. Dr. Gamal Moukabary, Gründer und Geschäftsführer des Berliner Finanzunternehmens bonify, und Ralf Zirbes, Geschäftsführer der Auskunftei Creditreform Boniversum, zeigen, wie sich Verbraucher proaktiv vor dem Verlust ihrer Daten schützen können.

Die eigenen Bonitätsdaten im Blick behalten

“Auch wenn ähnliche Fälle in Deutschland bisher nicht vorgekommen sind, empfehlen wir allen Verbrauchern aktives Monitoring ihrer Bonitätsdaten”, so Dr. Gamal Moukabary und erklärt weiter: “Auf diese Weise können Verbraucher feststellen, wenn ihre Identität missbräuchlich im Internet genutzt wird.” Mit Online-Services, z.B. bonify, haben Nutzer jederzeit Einblick in ihre Bonitätsdaten und können diese ggf. korrigieren lassen. Vor allem Auskunfteien kommt eine tragende Rolle in puncto Bonität zu. “Wir wissen, dass ein Missbrauch der Bonitätsdaten unangenehme Folgen für die Verbraucher bedeuten”, betont Ralf Zirbes. “Daher besitzen kostenlose Online-Services, mit deren Hilfe Nutzer ihre Bonitätsdaten jederzeit im Blick behalten können, immense Wichtigkeit.”

Bonität entscheidet über Vertragsabschlüsse und Konditionen

Trotz der Relevanz der Bonität und obwohl die Bonitätsdaten von jedem Konsumenten im Schnitt fünf bis zehnmal im Jahr abgefragt werden, kennen nur ca. 5 Prozent der Verbraucher in Deutschland ihren eigenen Bonitätsscore. Oftmals kommen viele erst mit dem Thema Bonität in Berührung, wenn sie aufgrund dieser für einen Vertrag abgelehnt wurden. Dabei entscheidet die Bonität nicht nur darüber, ob ein Vertragsabschluss (z.B. Mobilfunkvertrag, Kredit, Wohnung) zustande kommt, sondern beeinflusst ebenfalls, zu welchen Konditionen ein Vertrag angeboten wird. Nicht zuletzt hängen auch die Zinsen, die von einer Bank für einen Kredit berechnet werden, von der Bonität ab. (fw)

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