Einkommensungleichheit fördert Zufriedenheit

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Ehrgeiz ist wohl eine der wichtigsten menschlichen Eigenschaften. In wie weit das auch in finanzieller Hinsicht gilt, macht nun eine aktuelle Studie deutlich: Offenbar gibt es einen (durchaus überraschenden) Zusammenhang zwischen Einkommensverteilung und Glücksempfinden.

Im Zusammenhang mit der Ungleichheit der Einkommensverteilung wird immer wieder von einer Spaltung der Gesellschaft gewarnt. Aber vielleicht ist die Ungleichheit der Einkommensverteilung eine wichtige Triebfeder für eine der wichtigsten menschlichen Ziele: Das Streben nach individuellem Glück. Diesen Schluss lässt zumindest eine Studie der beiden britischen Universitäten City, University of London und der University of Warwick zu, die in der Zeitschrift Personality and Social Psychology Bulletin (PSPB) publiziert wurde. So kommt diese zu dem Ergebnis, dass Menschen, die in einem Land mehr höherer Einkommensungleichheit leben und deren Einkommen höher als das ihrer Referenzgruppe ist, zufriedener mit ihrem Leben sind als Menschen, die einem Land mit gleichmäßigerer Einkommensverteilung leben.

Für die Studie haben die Wissenschaftlicher Daten aus einer Stichprobe von ca. 160.000 Befragten in 24 Ländern weltweit analysiert. Aus diesen Daten erstellten die Forscher eine Maß für den Einkommensrang, das auf dem selbstgerichteten jährlichen Haushaltseinkommen der Befragten basiert. Die Kennzahl Einkommensrang stellt ein Ranking des Einkommens der Befragten aus derselben Referenzgruppe  dar, d.h. Menschen aus demselben Land, derselben Region, demselben Alter und demselben Geschlecht, die im selben Jahr an der Umfrage teilgenommen haben. Zudem wurde das subjektive Wohlbefinden der Befragten untersucht. Die Ungleichheit des Nationaleinkommens wurde aus der Word Disquality Database als Anteil des steuerpflichtigen Einkommens geschätzt, der von einem 1 % der Top-Verdiener in diesem Land bezogen wird.

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