Eine Assetklasse, drei unterschiedliche Produkte

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Containern und Wechselkoffern ist gemein, dass sich mit ihnen alle möglichen Güter kostengünstig von A nach B transportieren lassen. Es gibt aber auch so manchen Unterschied zwischen den Stahlkisten – auch bezüglich ihrer Eigenschaften als Investitionsobjekte.

Wenn es um den Transport von Stückgut geht, zählen Container und Wechselkoffer heute zu den wichtigsten Utensilien. Ihre Ursprünge liegen jedoch im Transport von Massegütern: Im späten 18. Jahrhundert wurde in England Kohle in Blechkisten transportiert, die heutigen Containern ähneln. Ihren Durchbruch erlebte die Idee aber erst, als 1956 der amerikanische Spediteur Malcom McLean den modernen Standardcontainer erfand und damit die Transportwelt nachhaltig revolutionierte. Eine Weiterentwicklung dieser Idee setze die Spedition Dachser aus Kempten im Jahr 1971 um und erfand den Wechselkoffer. Auch wenn beide optisch und vom Zweck her sehr ähnlich sind, gibt es doch bedeutende Unterschiede zwischen den beiden Transportbehältern, wie Jürgen Kestler erläutert: „Während Standardcontainer hauptsächlich in der globalen Seeschifffahrt eingesetzt werden, findet man Wechselkoffer vorwiegend im deutschsprachigen Raum als Inlandstransportbehälter für die Kurier-, Express- und Paketdienstbranche“, so der Geschäftsführer der Solvium Capital Vertriebsgesellschaft, der auch deutlich macht, dass die unterschiedliche Herkunft und Verwendung der Transportutensilien sich auch in deren Dimensionierung zeigt. „Optisch dem Container ähnlich, basieren Wechselkoffer nicht auf Fuß-, sondern auf metrischen Maßen und sind auf Euro-Paletten-Maße genormt. Sie haben an den Seiten vier ausklappbare schmale Stützbeine aus Stahl, wodurch diese schnell und einfach, z. B. an einer Verladerampe, abgesetzt werden können.“ Dennoch haben Container und Wechselkoffer eine große Gemeinsamkeit: „Bedeutsam für unsere Gesellschaft sind beide – sie haben den standardisierten Warentransport revolutioniert und unseren heutigen hohen Lebensstandard überhaupt erst möglich gemacht“, so Kestler.

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