“Ein zum Teil sehr gutes Geschäftsjahr”

Gottfried Rüßmann, Vorstandsvorsitzender der DEVK / Foto: © DEVK

Im vergangenen Geschäftsjahr hat die DEVK in zahlreichen Geschäftsbereichen deutliche Zuwächse verzeichnen können– auch dank günstiger klimatischer Umstände. Sorgenkind war die Lebensversicherung – und die wird es wohl auch in diesem Jahr bleiben.

Die DEVK kann auf ein insgesamt erfolgreiches Geschäftsjahr 2018 zurückblicken. So stieg der Neugeschäftsbeitrag um 3,6 % auf 808 Mio. Euro. Mit 1,8 Mio. Abschlüssen lag das Neugeschäft nach Stückzahl um 0,4 % über dem Vorjahresniveau. Die Anzahl der versicherten Risiken und Verträge ist auf 14,7 Mio. gestiegen. Somit erhöhte sich der Bestand um 1,3 % und die DEVK konnte erneut Marktanteile hinzugewinnen. Die Bruttobeiträge der Gruppe erhöhten sich um 3,5 % auf 3,5 Mrd. Euro.

Das inländsiche Erstversicherungsgeschäft der Schaden- und Unfallversicherung wuchs auf 1,9 Mrd. Euro und damit auf Marktniveau. Stärker als der Gesamtmarkt entwickelten sich hingegen die Einnahmen in der DEVK-Rechtsschutzversicherung, die um 8,5 % stiegen. Der Gesamtmarkt verzeichnete einen Zuwachs von 4,2 %. Deutlich stärker als bei den Beitragseinnahmen war die Differenz zum Marktwachstum bei den Beiträgen. Während die Branche hier um 1,3 % wuchs, verzeichnete die DEVK einen Beitragsanstieg von 3,9 %.

Abschwächung bei LV

Im Bereich der Lebensversicherung hat sich das Neugeschäft der DEVK im vergangenen Jahr erwartungsgemäß abgeschwächt. So sanken die Beitragseinnahmen  der Lebensversicherung (ohne Pensionsfonds) um 3,4 % auf 792 Mio. Euro. Damit entwickelte sich die Leben-Sparte der DEVK völlig konträr zum Markt, der beim Neugeschäft einen Zuwachs von 2,4 % verzeichnete. Der Bestand nach Stückzahl sank bei der DEVK um 3,5 %. Hier haben sich auch Rückkäufe und ein schwächeres Kooperationsgeschäft mit den Sparda-Banken ausgewirkt. Auch die Beiträge der Lebensversicherung im weiteren Sinne entwickelten sich deutlich schwächer als der Markt. Während im Branchendurchschnitt die Beiträge um 1,3 % stiegen, sanken sie bei der DEVK um 2,1 % auf 934,3 Mio. Euro.

Das schwache Neugeschäft in der Lebensversicherung konnte nur bedingt durch die im vergangenen Juli neu eingeführte Grundfähigkeitenversicherung aufgebessert werden, die gut am Markt ankam. Die Grundfähigkeitenversicherung erhielt in einer Analyse von Franke und Bornberg zusammen mit FOCUS MONEY, in der mehrere Alternativen zur klassischen BU-Versicherung unter die Lupe genommen wurden, für alle drei Musterfälle „Bankangestellter“, “Tischler“ und Malermeister auf Anhieb die Note „sehr gut“.

Auch das Analysehaus MORGEN & MORGEN hatte positive Nachrichten für die DEVK: So erzielten die BU-Tarife des Versicherers die Bestnote fünf Sterne. Die Bewertung gilt nicht nur für die selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung, sondern auch für die JobStarter-BU und die Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung.

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