Ein Viertel weniger Banken!

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In den letzten knapp 10 Jahren ist die Zahl der europäischen Banken massiv zurückgegangen. Für die Kunden ist diese Entwicklung nicht negativ.

Vor zwei Wochen gab Kfw Research eine Studie heraus, dass seit der Jahrtausendwende mehr als 10.000 Bankfilialen in Deutschland geschlossen haben. Nicht nur die Zahl der Filialen, auch die Anzahl der Institute sinkt – und zwar europaweit. So sind laut heute veröffentlichten Zahlen der EZB nur noch ca. 5.000 Institute auf dem Markt. Zu Beginn der Finanzkrise 2008 waren es noch ein Viertel mehr! (Ca. 6.700 Institute) Die Finanzaufsicht bedauere dabei, dass Zusammenschlüsse unter den großen Häusern eher selten sein.

Rückgang vor allem im Süden

Die stärksten Rückgange haben die Niederlande (112 Banken Institute weniger als 2008), Deutschland (71 Institute weniger) und Österreich (64 Institute weniger) zu verzeichnen. Die stärksten relativen Rückgänge haben die Niederlande, sowie die südeuropäischen Krisenstaaten Griechenland, Zypern und Spanien zu verzeichnen. Auch Finnland, Frankreich, Italien und Irland haben seit Beginn der Finanzkrise über 20 % ihrer Kreditinstitute eingebüßt.

Schwund zum Wohle des Kunden

Anders als die rückläufige Zahl der Filialen ist der Schwund der Institute kein Nachteil für die Kunden – im Gegenteil! Diese profitieren vom Wettbewerb um Kreditkonditionen und die höhere Kompetenz in der Vermögensverwaltung. Ohne den starken Wettbewerb würden die Kunden wohl noch mehr unter der Niedrigzinspolitik leiden. (ahu)