E.ON-RWE-Deal ein Jahr her: Kritik nimmt zu

Noch vor einem Jahr waren die Stromkonzerne E.ON und RWE Konkurrenten, doch nun nähern diese sich mehr und mehr an. E.ON will den Unterkonzern Innogy von RWE abkaufen und so stückweise fusionieren. Verbraucherschützer fürchten eine Erhöhung der Strompreise.

Vor einem Jahr haben sich E.ON und RWE auf einen Deal geeinigt. Was anfangs wenig Beachtung fand, wird mehr und mehr von Wettbewerbern und Verbraucherschützern kritisiert.

E.ON will den Konzern Innogy kaufen, welcher aktuell noch zu RWE gehört und für die Netze und den Vertrieb zuständig ist. RWE soll weiterhin zu 17% an dem Unternehmen beteiligt bleiben und die Sparte des Ökostroms übernehmen.

Damit würde E.ON der größte Stromanbieter Deutschlands mit rund 12 Millionen Kunden werden. Verbraucherschützer kritisieren, dass der Konzern so die Preise für die Grundversorgung anheben könnte und kleinere Unternehmen fürchten Einschränkungen des Wettbewerbs.

Die EU-Kommission als letzte Instanz sieht allerdings keine Verletzung des Wettbewerbsrechts.