DWS: Rendite durch Nachhaltigkeit

Die DWS möchte ihre Büroimmobilien "grüner" machen / Foto: © GordonGrand - stock.adobe.com

Durch den aktuellen Immobilienboom bewegen sich die Renditen für Immobilien immer weiter nach unten. Die DWS möchte diesen Trend für ihr Portfolio stoppen und zugleich etwas Gutes für Klima und Umwelt tun.

Bis zum Jahr 2030 möchte die DWS in ihrem Büroimmobilienportfolio die CO2-Emissionen um 50 % reduzieren. Diese Maßnahme wird dann zu einer jährlichen Reduktion von geschätzt 61.000 Tonnen CO2 führen. Um dieses Ziel zu erreichen, sind stärkere Investitionen in die Energieeffizienz und ein neu stärkeres Engagement bei Gesprächen mit Mietern zu Energiesparstrategien vorgesehen. Diese Maßnahmen tragen zur Optimierung der Performanz der Büroimmobilien bei. Weitere Mittel zur Erreichung der gesteckten Ziele ist die vermehrte Nutzung erneuerbarer Energien durch entsprechende Installationen vor Ort, etwa in Form von Solarpanelen und Verträgen zum Bezug erneuerbarer Energiequellen. Die DWS überlegt, solche Ziele auch auf andere Immobilienarten und Regionen auszuweiten.

Eingebettet in größere Strategie

Das CO2-Reduktionsziel ist Teil einer weitergefassten ESG-Strategie im Immobilienfondsbereich. Hierbei sollen durch Maßnahmen zur Vermeidung umweltspezifischer Risiken bessere risikoadjustierte Renditen, eine höhere Gebäudeperformanz, niedrigere Ausgaben und eine höhere Gebäudequalität für Mieter erreicht werden. Dabei setzt die DWS auf ihre ESG-Erfahrungen und –Erfolge. So war das Unternehmen vor zehn Jahren einer der Gründer des Urban Land Institute Greenprint Center of Building Performance, eines Zusammenschlusses führender Mitglieder der Immobilienbranche zur Reduzierung von Emissionen durch hochperformante Gebäude. Zudem gehörte die DWS vor kurzem zu den Mitunterzeichnern der Better Building Partnership, zu der eine Verpflichtung gehört, durch ein Netto-Null-Immobilienportfolio bis 2050 die wachsenden Risiken des Klimawandels zu bekämpfen. Aktuell haben Immobilien mit einem verwalteten Vermögen (Assets under Management) in Höhe von 31 Milliarden Euro eine “Green Star” Bewertung für 2019 der Global Real Estate Sustainability Benchmark (GRESB) erreicht.

“Als verantwortungsvoll handelndes Unternehmen an den lokalen Standorten fühlen wir uns verpflichtet, unseren Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels im Immobiliensektor zu leisten; einem Sektor, der zusammen mit der Bauindustrie zu rund 40 %  zu den weltweiten CO2-Emissionen beiträgt“, so Clemens Schäfer, Head of Real Estate für Europa bei der DWS. “Indem wir uns in unserem Portfolio ein Ziel zur CO2-Reduktion setzen, können wir den Fortschritt der Zielerreichung unserer Selbstverpflichtung messen, managen und weiterverfolgen. Dieser Prozess wird uns nicht nur helfen, die Effizienz von Büroimmobilien zu steigern, sondern wir erwarten auch, dass sich dieses Ziel positiv auf die Rendite für unsere Investoren auswirkt, indem wir die Betriebskosten senken und Mietern und Investoren attraktivere und qualitativ hochwertigere Gebäude zur Verfügung stellen können.”

“Die angekündigte Verpflichtung unterstreicht die Ambitionen der DWS, führend im ESG-Markt zu sein“, ergänzt Asoka Wöhrmann, CEO bei der DWS. “Wir intensivieren fortlaufend unsere Anstrengungen, Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt unseres Handelns zu stellen. Als Treuhänder für unsere Anleger sehen wir Verantwortung als Teil unserer Daseinsberechtigung (license to operate).“

“Im Zentrum unseres ESG-Programms steht die Implementierung von Maßnahmen“, erklärt Jessica Elengical, Head of ESG Strategy für den Bereich Alternatives der DWS. “Wir glauben, dass es für einen aktiven Vermögensverwalter wichtig ist, in die Nachhaltigkeit von Immobilien zu investieren, um deren Werthaltigkeit zu erhalten und langfristig zu steigern.“ (ahu)