Düstere Wolken

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Der Corona-Virus hat nunmehr das europäische Festland erreicht. In Italien wurde nach aktuellem Stand das dritte Todesopfer infolge der schweren Erkrankung gemeldet. Panik macht sich breit. Auch die wirtschaftlichen Folgen in China (und der gesamten Welt) werden immer offensichtlicher.

Zahlen sagen manchmal mehr als tausend Worte – in den vergangenen drei Februarwochen sind, laut Angaben des chinesischen Autobauerverbands CPCA, die Verkaufszahlen im Vergleich zum Vorjahr um nahezu 90 % eingebrochen. Das wird wohl auch die global tätigen Automobilkonzerne massiv treffen und man braucht kein Prophet zu sein um zu sagen, dass einige Prognosen kassiert werden.

Auch die Entwicklung am chinesischen Immobilienmarkt zeigt gen Süden und den sonst so reiselustigen Chinesen vergeht die Laune zu Trips nach Europa oder den USA. Die chinesische Notenbank reagiert mit enormen Geldspritzen und möglichen Zinssenkungen. Der globale Blick verhießt auch nichts Gutes.

Der Baltic Dry Index misst die Frachtraten für Transporte auf See und gilt als guter Frühindikator für einen wirtschaftlichen Abschwung. Bereits seit einigen Monaten (Stichwort Handelskrieg USA-China) ist dieser Index im Sinkflug.

Für die internationalen Finanzmärkte wird infolge dieser Nachrichtenlage eine schwere Woche erwartet. Wird der Virus nicht zeitnah eingedämmt und die Zahl der Infizierten nimmt spürbar/nachhaltig ab, sind wir mitunter mitten in einem Teufelskreis. Insofern ist momentan Vorsicht geboten. (ah)