Dogecoin: 258 Milliarden Dollar-Klage gegen Musk nimmt Fahrt auf

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Diese Summe ist selbst für Elon Musk, den derzeit reichsten Menschen der Welt, verdammt viel Geld: auf unglaubliche 258 Milliarden Dollar Schadenersatz verklagt ihn der Investor Keith Johnson wegen Marktmanipulation! Nun weitet sich die Klage sogar noch aus.

Keith Johnson hat als Anleger u.a. in die Kryptowährung Dogecoin investiert. Diese startete 2013 als Bitcoin-Parodie und war jahrelang weniger als einen US-Cent wert. Doch dann explodierte der Kurs in der ersten Hälfte 2021: Anfang Januar lag er noch bei einem US-Cent, bis Mai schnellte er auf sein Allzeit-Hoch von ca. 74 US-Cent. Darauf folgte bis Mitte Juli ein krasser Einbruch auf ca. 20 Cent, der sich bis in den September 2022 fortgesetzt hat. Aktuell notiert der Dogecoin bei rund 6 Cent. Was Elon Musk damit zu tun hat? Johnson behauptet in seiner Klage vor einem Bundesgericht in Manhatten, Musk sowie seine Unternehmen Tesla und SpaceX hätten den Preis künstlich hochgetrieben und dann fallen lassen. Weiter heißt es darin: „Die Beschuldigten wussten seit 2019, dass Dogecoin keinen Wert hat, haben aber trotzdem dafür geworben, um von seinem Handel zu profitieren.“

Für diese Kursmanipulation fordert Johnson Schadenersatz. Die schwindelerregende Summe von 258 Milliarden Dollar setzt sich folgendermaßen zusammen: Um 86 Milliarden Dollar sei der Marktwert von Dogecoin seit Mai 2021 gesunken – diese Summe mal drei verlangt der Kläger. Das entspricht ungefähr 50% des bundesdeutschen Staatshaushaltes. Bei solchen Dimensionen dürfte selbst Musk ins Schwitzen kommen, da sein Gesamtvermögen laut Statista aktuell ca. 5 Millarden Dollar darunter liegt.

Da wundert es kaum, dass es dem sonst so kommunikativen Tesla-Chef die Sprache verschlagen zu haben scheint. Seit die Kracher-Klage im Juni beim Gericht eingegangen ist, hat sich Musk nämlich noch nicht dazu geäußert. Doch das macht die Situation für ihn nicht besser. Denn laut Gerichtsunterlagen haben sich nun sieben weitere Anleger dem Verfahren angeschlossen. Zudem kamen sechs neue Beschuldigte hinzu. (sh)