Digitalisierung: Ja, gerne, aber nicht uneingeschränkt

Deutsche Versicherungskunden begrüßen die Digitalisierung, stehen ihr aber auch in einigen Bereichen skeptisch gegenüber ©Michael Eichhammer fotolia.com

Umfrage von YouGov zeigt, dass deutsche Versicherungskunden in der Digitalisierung eine große Arbeitserleichterung sehen. Jedoch wird in manchem Bereich immer noch der analoge Weg genutzt. Kundenportale erfreuen sich wachsender Beliebtheit, besonders bei der jungen Generation.

Die Digitalisierung bringt für die Versicherungsbranche zahlreiche Vorteile mit sich: So kam es innerhalb der letzten Jahre zu einer deutlichen Weiterentwicklung der Angebote und Vereinfachung der Abläufe. Doch nicht nur die Unternehmen sondern auch die Kunden profitieren von der modernen Technologie. So gaben in der Studie “Kundenmonitor Assekuranz” 61 Prozent der deutschen Versicherungskunden an, durch die verstärkte Digitalisierung bei der Erledigung der Versicherungsangelegenheiten Zeit einzusparen. Fast genauso so viele (60 Prozent) erkennen durch die Digitalisierung einen Zugewinn an persönlicher Freiheit, während 59 Prozent eine Reduzierung der Bearbeitungszeiträume ausgemacht haben.

Für die Studie, die sich zum dritten Mal seit 2013 mit dem Schwerpunktthema “Digitalisierung” befasste, wurden vom Marktforschungs- und Beratungsinstitut YouGov rund 2.000 Entscheider und Mitentscheider befragt. Diese stehen der Digitalisierung allerdings nicht uneingeschränkt positiv gegenüber, sondern sehen auch deren Gefahren. So machen sich 61 Prozent Sorgen, was passiert, wenn beispielsweise bei der Datenübermittlung etwas schiefgeht. Ebenfalls mehr als die Hälfte (58 Prozent) befürchtet, dass durch die Nutzung digitaler Angebote der persönliche Kontakt zum Berater verloren geht, der für die Mehrheit weiterhin zum Prozess des Versicherungsabschlusses dazu gehört. So gaben 60 Prozent an, erst ihren Berater zu konsultieren, bevor sie ihre Unterschrift unter den Versicherungsvertrag setzen. Ein Viertel der Befragten holt sich zuvor Rat bei Bekannten und Verwandten. Nur jeder Zehnte schließt eine Versicherung ab, ohne sich zuvor mit jemandem darüber beraten zu haben.

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