Digitale Gesundheitskarte startet

Elektronische Gesundheitskarte stößt auf Interesse

In der Forsa-Umfrage gaben 38 % der Befragte an, eine elektronische Gesundheitskarte in Form einer App auf dem Smartphone auf jeden Fall nutzen zu wollen, weitere 36 % gaben an, sich das zumindest vorstellen zu können. In der Gruppe der 18- bis 29-jährigen wünschen sich eine solche Lösung 43 % der Befragten, 38 % sind dafür offen.

Volle Kontrolle und Datensicherheit für die Anwender

Die Daten der Nutzer sind bei Vivy sicher und nur die Nutzer entscheiden über deren Verwendung. So haben weder die anbietenden Kassen und Versicherungen, noch Vivy bzw. BITMARCK Zugriff auf die Daten. Der Nutzer kann bei Bedarf Informationen aus der App teilen, z.B. mit seinem behandelnden Arzt. Bei jeder Datenübertragung setzt Vivy auf mehrstufige Sicherheitsprozesse und eine asymmetrische Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, für die nur der Versicherte selbst den Schlüssel hat. Vivy wurde von unabhängigen Unternehmen wie ePrivacy und dem TÜV Rheinland getestet und als sichere Plattform zertifiziert. Vivy wird auch in der öffentlichen Datenbank des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) aufgeführt. (Hinweis der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels hieß es, Vivy sei vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte als Medizinprodukt zugelassen. Das stimmt jedoch nicht. Der Fehler lag in der gemeinsamen Presseerklärung zum Start von Vivy. Wir bitten, dies zu entschuldigen).

Eingebettet in das digitale Gesundheitsökosystem

Für Leistungserbringer wie Ärzte, Krankenhäuser und Labore ist Vivy komfortabel. Patienten und Leistungserbringer können bei Bedarf Daten miteinander teilen. Ab Anfang 2019 nutzt Vivy zudem die Schnittstelle KV-Connect Mobile für den verschlüsselten Datenaustausch mit Ärzten in Praxen, Krankenhäusern und Laboren. KV-Connect ist der Kommunikationsdienst, der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV), der in allen Praxisverwaltungssystemen, vielen Krankenhausverwaltungssystemen und Laborinformationssystemen zur Verfügung steht und so seit vielen Jahren den sicheren Datenaustausch zwischen medizinischen Leistungserbringern, KVen und weiteren Institutionen ermöglicht.

„Mit KV-Connect Mobile bietet das KV-System eine kostenfreie Schnittstelle an, die es allen App-Herstellern ermöglicht, Daten zwischen Smartphones und allen Praxisverwaltungssystemen ver­schlüsselt auszutauschen.”, so Dr. Andreas Gassen, Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundes­vereinigung. „Es freut mich, dass ein innovativer Aktenanbieter wie Vivy, der bereits mit vielen Partnern zusammenarbeitet, sich für unsere Schnittstelle entschieden hat, um Daten zwischen Ärzten und Patienten auszutauschen.“

Ebenfalls ab Anfang 2019 wird der zweitgrößte deutsche Praxissoftware-Anbieter medatixx eine Schnittstelle zu Vivy in seine Software für Ärzte integriert haben. 22.300 Praxen können dann zukünftig direkt aus ihrer Software heraus Gesundheitsdaten verschlüsselt an ihre Patienten mit Vivy-Akte senden. “Unsere Kooperation mit Vivy ist Wegbereiter für tiefgreifende Veränderungen in der ambulanten Versorgung: Schon heute sind viele Ärzte bereit, ihren Patienten Gesundheitsdaten bereitzustellen und verständlich zu erklären. Derzeit passiert das noch mündlich oder auf Papier – morgen dann per Knopfdruck sicher und schnell aus der Praxissoftware in die Gesundheitsakte der Patienten. Damit erlangen Patienten echte Hoheit über ihre Gesundheitsdaten und die Möglichkeit der aktiven Teilhabe an ihrer Gesundheitsversorgung. Es entsteht eine noch nie dagewesene Transparenz, die durch die Digitalisierung des Gesundheitswesens überhaupt erst ermöglicht wird”, erläutert Jens Naumann, Geschäftsführer von medatixx.

Vor knapp zwei Monaten hat bereits die AXA in der Krankenvollversicherung eine ähnliche App auf den Markt gebracht (finanzwelt berichtete). (ahu)

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