Diese Herausforderungen lauern beim Eigenheim

Zusatz- und Instandhaltungskosten werden gerne vergessen

Fenster sind anfällig für unerwartete und schnelle Defekte. Frühe Instandhaltungskosten sind also nicht immer auszuschließen. Foto/ © ronstik- fotolia.de

Man sollte meinen, dass Bauherren sowie Immobilienkäufer älterer Immobilien daran denken, dass neben den direkten Kosten für die Immobilie auch noch weitere, selbstverständliche Kosten auf sie zukommen. Dazu gehören Zusatzkosten, die neben der Finanzierung laufen und im “Festpreis” meist nicht enthalten sind sowie Instandhaltungskosten, die meist erst nach einer Weile anfallen. Oft werden diese Kosten aber einfach vergessen, was durchaus problematisch werden kann.

Zusatzkosten

Mit Zusatzkosten sind alleine schon einmal die Lebenshaltungskosten gemeint, die monatlich anfallen. Jeder Immobilienkäufer oder Bauherr sollte schon vor der Kauf-, bzw. Bauentscheidung nachrechnen, wieviel Geld bleibt, nachdem Einnahmen und Ausgaben, eventuelle Einnahmen durch Vermietungen und beispielsweise andere Sparraten für Geldanlagen gegengerechnet wurden. Der Betrag, der übrigbleibt muss immer noch ohne Probleme ausreichen, um einerseits die eventuellen Kredit- und andererseits die Bewirtschaftungskosten des neuen Eigenheims sichern zu können.

Außerdem sollte mit Gebühren und Zusatzkosten gerechnet werden, die in den Finanzierungskonditionen vielleicht nicht so wirklich durchsichtig sind. Was die im vorigen Abschnitt genannte Grundstückserschließung oder auch die Einrichtung und den Unterhalt der Baustelle betrifft, lassen sich vielleicht schon grob die Kosten überschlagen. Bei etwa Schätzkosten, die für ein Wertermittlungsgutachten anfallen, wird es schon deutlich schwieriger. Auch Kontoführungsgebühren und Bereitstellungszinsen, die nicht in die Berechnung des effektiven Jahreszins miteinfließen, mitunter aber trotzdem von der Bank verlangt werden, dürfen auf keinen Fall vergessen werden.

Instandhaltungskosten

Letztlich vergessen viele Immobilienneubesitzer auch, dass sie bereits am Anfang ihrer Baufinanzierung Rücklagen bilden sollten, um bei Bedarf auf unerwartete Kosten reagieren zu können und nicht in Schwierigkeiten zu geraten. Selbst bei Neubauten, bei denen man oft den Eindruck bekommen könnte, dass sie die nächsten Jahrzehnte so stehen könnten, ohne dass irgendetwas daran gemacht werden muss, fallen meist schon nach einigen Jahren die ersten Instandhaltungskosten an. Außerdem kommen manchmal noch andere unerwartete Kosten, wie etwa die für ein Auto oder auch solche für gesundheitliche und kurzfristig eintretende Beeinträchtigungen hinzu. Wer deshalb dann die Raten nicht mehr bedienen kann, ärgert sich über seine Kurzsichtigkeit. (ahu)

Autor: Michael Stabinger