Die Zinsfalle spitzt sich zu

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Studie zeigt, dass die Zeiten vorbei sind, zu denen Anleger am Anleihemarkt attraktive Renditen einfahren konnten. Portfolios sollten deshalb weit gestreut sein.

Mehr als drei Jahrzehnte konnten Anleger attraktive Erträge an den Rentenmärkten erzielen. Dass diese Zeiten vorbei sind, zeigt die heute veröffentlichte Studie “Die Zinsfalle spitzt sich zu” der Sauren Fonds-Service AG. Diese zeigt auf, dass Anleger wegen der niedrigen Zinsen in den nächsten Jahren voraussichtlich kein Geld mehr mit Anleihen verdienen können.

In der Studie wird auch der Einfluss der Notenbanken beleuchtet, die mit ihrer Politik den Trend sinkender Zinsen verstärkt und damit teilweise irrationale Entwicklungen verursacht haben. Jedoch deuten erste Anzeichen daraufhin, dass bei den Notenbanken ein Umdenken stattfindet.

Profiteure der niedrigen Marktzinsen sind vermeintlich defensive Aktien. Da Anleger diese verstärkt nachfragen, sind nicht nur deren Kurse, sondern auch die Zinssensitivität gestiegen. Jedoch haben sich damit auch die Risiken erhöht, beispielsweise bei einem Zinsanstieg. Klassische Anlegerportfolios aus Anleihen und vermeintlich defensiven Aktien sind aufgrund der Zinssensitivität beider Portfoliobestandeile auf eine Fortsetzung des Szenarios weiterhin niedriger Kapitalmarktzinsen ausgerichtet. In einem Umfeld steigender Kapitalmarktzinsen weisen diese Portfolios keine sinnvolle Diversifikation auf.

Die Autoren der Studie raten, sich angesichts der niedrigen Zinsen mit der Ausrichtung des Portfolios auseinanderzusetzen. So sollte ein Portfolio immer auf mehr als ein zukünftiges Marktumfeld ausgerichtet sein und entsprechend eine breite Streuung für unterschiedliche Szenarien anstreben. (ahu)

weiteres über die Studie gibt es hier