Die schwierige Kunst der einfachen Geldanlage

Thomas Webers (li.) u. Christian Hein (re.) - Foto: © apoAsset

„Sprezzatura“ ist die Kunst, das Schwierige leicht wirken zu lassen. Ein wenig gilt das auch für die erfolgreiche Geldanlage mit ETFs. Per Neobroker-App scheint sie nur wenige Klicks entfernt. Doch was einfach wirkt, ist nicht trivial.

Selbstanleger tendieren oft zu teurem Timing und zu wenigen großen ETF-Anbietern, die nicht immer die richtige Wahl sein müssen. Am anspruchsvollsten ist die optimale Mischung – und das ist der wichtigste Faktor für den Anlageerfolg. Leichter ist es, die Vorteile von ETFs mit einem aktiv gemanagten ETF-Portfolio zu genießen, wie zum Beispiel mit dem Dachfonds Global ETFs Portfolio (GEP) der apoAsset. Es wurde vor drei Jahren exklusiv für eine Versicherung aufgelegt und steht nun – dank seiner hervorragenden Entwicklung – allen Anlegern, Beratern und Versicherungen offen.

Die wachsende Qual der Wahl

ETFs sind zunehmend beliebt: Deutschlandweit investieren Anleger heute fünf Mal mehr Geld in diese Anlageform als vor fünf Jahren, weltweit stehen über 15.000 Varianten zur Auswahl. Sie alle sind an bestimmte Indizes gebunden, unterscheiden sich jedoch nach Kosten, Qualität, Methodik und Schwerpunkten. Es gibt physische und synthetische ETFs, breite und schmale Indizes, einfache, gehedgte, globale, regionale, gleich gewichtete, konservative, gehebelte und geshortete – die Liste der Möglichkeiten ist lang. Damit Anleger der Flut der Angebote und den Wogen der Märkte nicht hilflos ausgeliefert sind, schaffen ETF-Portfoliomanager Klarheit und Entlastung.

Was ein Portfolio dem Einzel-ETF voraus hat

Ein Portfolio aus mehreren ETFs ist viel besser diversifiziert. Anleger können so von verschiedenen Anlageklassen, Regionen und Währungen profitieren. Die Struktur sollte möglichst einfach sein und trotzdem wechselhafte Szenarien meistern können. Dafür ist es unter anderem notwendig, die Balance im Portfolio regelmäßig nachzujustieren („Re-Balancing“).

Das Global ETFs Portfolio ist trotz dieser Vorteile günstiger als manch eindimensionaler Einzel-ETF. Zudem fallen für den Kauf und Verkauf von ETFs innerhalb des Dachfonds keine Steuern an. Das zahlt sich bei der Wertentwicklung aus: Seit seiner Auflage übertrifft das Portfolio regelmäßig die meisten Wettbewerber und liegt auch bei der Ratingagentur Telos mit der Note AAA- in der Spitzengruppe.

Die Raffinessen im ETF-Portfoliomanagement

Das einfach wirkende GEP-Portfolio basiert auf umfassenden Analysen für eine optimale Diversifikation. So wurden zum Beispiel möglichst unterschiedliche Märkte mit unterschiedlichen Eigenschaften ausgewählt. Auf der US-Anleiheseite wird eine so genannte „Barbell-Strategie“ verfolgt, um die US-Zinsmeinung weitestgehend autark zu halten.

Auch das regelmäßige Re-Balancing folgt einem klaren Plan. Mindestens einmal im Jahr werden die ETFs auf ihre Zielquoten zurückgesetzt. Beim GEP liegt der Anteil von Aktien-ETFs idealerweise bei rund 67%. Zusätzlich nutzen die Portfoliomanager Situationen wie die Corona-Krise im Frühjahr 2020. Damals hatte der Aktienmarkt sehr stark verloren, wodurch auch das Gewicht der Aktien-ETFs im Portfolio zurückgegangen war. Über das aktive Re-Balancing kaufte das Fondsmanagement in dieser Schwächephase hinein Aktien-ETFs zu, sodass der Fonds von der darauf folgenden Erholung deutlich profitierte. Ein gemanagtes Portfolio läuft also nicht einfach blind über die nächsten zehn Jahre. So schaffen aktive Manager Mehrwerte für Anleger.

Diese Art des Re-Balancings unterscheidet sich von Wettbewerbern, die eher mechanische Risikokonzepte verfolgen, zum Beispiel bei manchen Robo-Advisors. Solche Risikomodelle reduzieren die Aktienquote im Krisenfall immer weiter und verpassen dann mitunter die Wertaufholung. Das GEP verfolgt bewusst einen anderen Ansatz.

Zielsicher Rosinen picken

Das wachsende ETFs-Universum ist seit Langem Teil der Multi-Asset-Fonds der apoAsset. Die Auswahl folgt einem vielstufigen Filter-Prozess, mit quantitativen und qualitativen Analysen, zu denen auch umfangreiche Fragen direkt an die Anbieter gehören. Die Auswahl erfolgt grundsätzlich unabhängig. Vielmehr achten die Portfoliomanager auf möglichst günstige Konditionen und auf besonders liquide, breite Indizes. In der Regel kommen vor allem physische ETFs ins Portfolio, die auch real in die Wertpapiere des jeweiligen Index investieren. Die ausgewählten ETFs und das gesamte ETF-Universum werden kontinuierlich beobachtet. Wenn sich ETFs finden, die sich als noch besser und günstiger herausstellen, wird das Portfolio angepasst.

Fazit

Eine gemanagte ETF-Strategie wie das Global ETFs Portfolio bietet Anlegern viele Vorteile im Vergleich zum Eigenbau-Depot mit ETF-Bausteinen – nicht nur für Einsteiger, sondern auch für erfahrene Anleger. Sie erhalten damit einen einfachen, effizienten und günstigen Kern für jede Kapitalanlage. (ah)

Gastbeitrag von Christian Hein und Thomas Webers, apoAsset