Die Nürnberger will sich verändern

Die Nürnberger hat die Digitalisierung als Trend erkannt. Dass Kunden und Vermittler wichtig sind möchte der Versicherer ab 2016 durch ein neues dafür zuständiges Vorstandsressort unterstreichen.

2015-12-04 (fw/db) Die Nürnberger Versicherungsgruppe meldet, sie richte sich zukünftig an veränderten Kundenbedürfnissen aus. Der Versicherer teilt auch mit dass es eine neue Vorstandposition für Kunden- und Vermittlerservice ab 2016 geben wird und der Abbau von weiteren 290 Stellen in den nächsten drei Jahren geplant sei.

Mit einer neuen Unternehmensausrichtung und -struktur will die Nürnberger Versicherung die Herausforderungen der Digitalisierung in der Assekuranz meistern. Die Details dazu gab der Vorstandsvorsitzende Dr. Armin Zitzmann persönlich auf einer Betriebsversammlung am 3. Dezember 2015 in Nürnberg bekannt.

„Wir sind noch zu sehr im traditionellen Spartendenken der Versicherungsbranche verhaftet. Um die Erwartungen unserer Kunden und Vermittler besser erfüllen zu können, müssen wir alle Geschäftsprozesse konsequent an ihnen ausrichten“, betonte Vorstandschef Dr. Zitzmann.

Neuer Vorstandsbereich für Kunden und Vermittler

In einem ersten Schritt erschafft die Nürnberger zum 1. Januar 2016 einen neuen Vorstandsbereich, der für den gesamten Kunden- und Vermittlerservice über alle Sparten hinweg zuständig sein wird. Damit soll Kunden und Vermittlern künftig ein einheitlicher Service angeboten werden können – in allen Vertriebswegen. Um den Wünschen der Kunden zu entsprechen, will der Versicherer alle Produkte in Zukunft auch online anbieten. Bei der Nürnberger sollen die Kunden künftig über alle Vertriebswege die gleichen Produkte zum gleichen Preis bekommen.

„Kunden erwarten von ihrem Versicherer Transparenz, Schnelligkeit und persönliche Betreuung über alle Zugangswege. Sie wollen selber entscheiden, wann, wo und wie sie mit ihrer Versicherung in Kontakt treten. Und diese Möglichkeit werden wir ihnen bieten“, erläutert Dr. Zitzmann.

Sozialverträglicher Stellenabbau geplant

„Durch die angekündigten Änderungen werden wir nicht nur besser und schneller. Wir werden durch eine Automatisierung von Arbeitsabläufen sowie den Abbau von Doppelfunktionen auch kostengünstiger arbeiten können“, erläutert Dr. Zitzmann. Er gehe davon aus, dass die Nürnberger in den nächsten drei Jahren 290 Stellen abbauen muss.

Dies soll sozialverträglich erfolgen. Betriebsbedingte Beendigungskündigungen sollen vermieden werden. Bei einer Restrukturierung des Vertriebs in diesem Jahr war dies erfolgreich gelungen. Hier wurden 191 Stellen abgebaut, ganz ohne betriebsbedingte Beendigungskündigungen.

Die Ausrichtung der Nürnberger solle sich in einem neuen frischen Markenauftritt niederschlagen. Der künftige Markenauftritt soll relevant für die Zielgruppen sein und vor allem Vertrauen stiften.

„Es ist unser höchstes Ziel, dass Kunden und Vermittler mit der Nürnberger zufrieden sind und dass sie uns weiterempfehlen. Das ist in Zeiten der immer stärker werdenden Vernetzung von Menschen der entscheidende Erfolgsfaktor“, sagt Dr. Zitzmann. Der Vorstandsvorsitzende ist überzeugt, dass mit den jetzt neu in die Wege geleiteten Maßnahmen dieses Ziel erreicht wird.

Dietmar Braun