Die neue Teamdynamik in der Nach-Homeoffice-Phase

Stefan Häseli, Kommunikationstrainer, Keynote-Speaker, Moderator und Autor / Foto: © Stefan Häseli

NewNormal ist, das ist eine bekannte Größe, nicht vergleichbar mit der Ära vor Corona. Viele Einschränkungen bleiben, neue Gewohnheiten sind entstanden, alte Gebräuche sind verschwunden, die Sensibilität gegenüber Verletzlichkeiten hat zugenommen, die Skepsis vielen Weisungen und Meinungen gegenüber vielleicht auch.

Unternehmen versuchen in diesen Wochen, wieder so etwas wie „courant normal“ herzustellen, also ganz normale Arbeitstage mit möglichst alltäglichen Umständen vor Ort, bei denen die sonst auch übliche Arbeit verrichtet und dem Tagesgeschäft nachgegangen wird. Das heißt, die Hochphase der Homeoffice- und Remote-Zeit ist vorbei. Man begegnet sich wieder bei Besprechungen und im Büro, gleichwohl werden Mittel und Wege gesucht und gefunden, um virtuelles Miteinander zu pflegen. Ein neuer Mix zwischen Präsenz und digitalem Arbeiten wird vielerorts geübt.

Was passiert gerade jetzt? Menschen treffen wieder aufeinander und stellen fest, dass in der Zeit der nicht-physischen Begegnungen etwas passiert ist. Es geht nicht um digitale Erfahrungen, sondern um die immer wieder beschworene Gruppendynamik. „Gruppendynamik findet immer statt“, so haben es die Coaching-Experten Barbara Langmaack und Michael Braune-Krickau einmal formuliert. Das gilt halt auch dann, wenn jeder und jede zu Hause sitzt.

Mannschaften fallen auseinander, Subgruppen bilden sich

Ich stelle in diesen Tagen und Woche fest, dass Teams realisieren, dass sich etwas im Miteinander verändert hat: Da gab es neue Subgruppen, vielleicht diejenigen, die sich trotz Homeoffice hier und da im Büro physisch begegnet sind. Da sind Mannschaften auseinander gefallen, die vorher im selben Büro waren und seit März eigentlich gar nichts mehr miteinander zu tun hatten. Und es gab neue Seilschaften, Beziehungen und auch kleinere neue Netzwerke.

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